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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Oktober 2015

Kultur: Kulturfrühstück im Pavillon

Kulturschaffende für Fortsetzung des Festivalsommers

Der Festivalsommer zum 300. Stadtgeburtstag war nicht nur äußerst erfolgreich, er hat auch ein neues Miteinander entstehen lassen. Die Kulturschaffenden zogen vorigen Freitag beim „Kulturfrühstück“ eine positive Bilanz und wünschen sich, dass die Marke weitergeführt wird.

Bilanz und Ausblick waren die Themen des jüngsten „Kulturfrühstücks“, zu dem Dr. Susanne Asche Kulturschaffende kurz vor Ausklang des Festivalsommers in den Pavillon hinter das Schloss eingeladen hatte. „Was war gut an diesem Sommer und was wollen wir mitnehmen“, wollte die Leiterin des Kulturamts wissen. Und schnell wurde klar, dass sich alle eine Fortführung des Festivalsommers wünschen: Kürzer zwar und mit weniger Veranstaltungen, aber auf jeden Fall mit den Schlosslichtspielen, und einem zentralen Ort.

Der Pavillon als temporäres und nicht winterfestes Gebäude wird zwar bekanntlich abgebaut, aber Bildhauer OMI Riesterer brachte die Via Triumpha­lis als Ort ins Gespräch und KA300-Geschäftsführer Martin Wacker fragte mit Blick auf den in Händen des Landes befindlichen Schlosspark: „Muss das so bleiben?“. Außerdem wünscht sich Wacker vor allem, dass „wir das neue Miteinander mitnehmen.“ „Der Festivalsommer als Außenauftritt hat uns gut getan und jeder hat davon profitiert“, bilanzierte er, dass die Veranstaltungen im Pavillon eine Auslastung von 97 Prozent gehabt hätten und 80 Prozent mit „Daumen hoch“ bewertet worden seien. Außerdem sei jeder zweite Besucher der Schlosslichtspiele von außerhalb gekommen und der Festivalsommer für die „Stadtmarke des Jahres“ nominiert. Preisverleihung ist am 29. Oktober in Berlin.

Jan Linders, Schauspieldirektor am Staatstheater, strich heraus: „Wir haben uns alle viel besser kennengelernt. Das hat zu einer besseren Vernetzung geführt.“ Viel Lob erhielten auch die Stadtteilprojekte. „Privatleute kamen in Kontakt, die sich vorher nicht kannten“, so OMI Riesterer, und auch Dr. Eberhard Fischer freute sich: „Die Leute kamen aus ihren Höhlen.“ Der KULT-Stadtrat unterstrich: „Wir brauchen einen Ort wie den Pavillon.“ „Plus Catering, Bühne und einen offenen Schlosspark“, ergänzte Wacker. Außerdem kam die Anregung, auch wieder Sport, Tanz, Werkstätten, Kinderspielstadt und das Wissenschaftsfestival „Effekte“ zu integrieren. Und Dr. Asche sieht Kamuna, Zeltival, Das Fest und das Theaterfest ebenfalls als Teil der Marke Festivalsommer. Schließlich sei der Sommer „ein Effekt dessen, was in den letzten 20 Jahren in Karlsruhe entwickelt worden ist“. -res-

 
 

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