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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Oktober 2015

Stadtentwicklung: Nutzer als Mitgestalter

GUTE HANDWERKLICHE ARBEIT: Das bescheinigte die Jury den Siegern im Wettbewerb für das Wachstumszentrum.

GUTE HANDWERKLICHE ARBEIT: Das bescheinigte die Jury den Siegern im Wettbewerb für das Wachstumszentrum.

 

Architektenwettbewerb Existenzfestigungszentrum entschieden / Flexibel Wachsen

Der Existenzgründungphase entwachsen, die Etablierung auf dem freien Markt im Blick. Für diese dynamische Phase von Unternehmen aus der Kreativ- und Kulturbranche ist das Wachstums- und Existenzfestigungszentrum gedacht.

Geplant ist dies von der Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG (KFE) in Kooperation mit Wirtschaftsförderung und Kulturamt der Stadt benachbart zum Kreativgründerzentrum Perfekt Futur auf dem „Alten Schlachthof Karlsruhe“. Jetzt steht auch fest, wie die räumliche Hülle des Zentrums aussehen soll. „Äußerlich strahlt das Gebäude Ruhe aus, das Innenkonzept jedoch greift nicht nur vorbildlich die von uns geforderten Vor- und Rücksprünge auf. Es erlaubt den Mietern zudem höchst flexibel, die Gestaltung nach außen zu tragen“, umriss Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts, die Vorzüge der Arbeit von Birk Heilmeyer und Frenzel Gesellschaft von Architekten (Stuttgart).

Fast einstimmig habe sich die Jury nach Beurteilung der 18 Arbeiten für diese Arbeit entschieden, so Bürgermeister Michael Obert am Dienstag. Den Architektenwettbewerb für den Neubau an der Schnittstelle von Kreativpark und Messplatz hat die KFE ausgelobt. „In unserem zweites Haus für die Kultur- und Kreativwirtschaft sollen Unternehmen aus dem Perfekt Futur oder Alten-Schlachthof-Gelände eine Heimat finden, die aus der Existenzgründungsphase heraus sind und nun ein Angebot zum flexiblen Wachsen brauchen“, erläutert Michael Kaiser, Leiter der Wirtschaftsförderung, die Philosophie. Nach maximal acht Jahren sollten sie sich endgültig auf dem freien Markt behaupten. Bis dahin gehe es weniger um finanzielle Anreize, sondern um das Signal: „Konzentriert euch auf euer Geschäft, wir kümmern uns um die Flexibilität“.

Konferenzräume, auf den Bedarf zugeschnittene Büros einschließlich temporär anmietbare Arbeitsplätze und fachliche Begleitung erwartet die 20 bis 25 Unternehmen oder Bürogemeinschaften. KFG möchte das Vorhaben mit geschätzten Baukosten zwischen 7,5 und 8 Millionen Euro in Kooperation mit der Stadt nach der nun folgenden Nachbearbeitung im Dialog mit dem Siegerbüro im nächsten Jahr ausschreiben. Fertigstellung soll 2018 sein. Die Wettbewerbs-Ergebnisse sind bis 9. Oktober im Perfekt Futur ausgestellt (9 bis 18 Uhr außer samstags und sonntags, am 9. Oktober von 9 bis 14 Uhr). -rie-

 
 

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