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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 2. Oktober 2015

Stadtgeburtstag: Faszinierendes Erlebnis mit breiter Strahlkraft

RÜCKGRAT und MARKE: Insgesamt 300 Volunteers trugen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement wesentlich zum Gelingen der fast 600 Veranstaltungen des 101-tägigen Festivalsommers bei. Foto: Fränkle

RÜCKGRAT und MARKE: Insgesamt 300 Volunteers trugen mit ihrem ehrenamtlichen Engagement wesentlich zum Gelingen der fast 600 Veranstaltungen des 101-tägigen Festivalsommers bei. Foto: Fränkle

LICHTSPEKTAKEL: Der Schlossturm leuchtete in verschiedenen Farben. Foto: Fränkle

LICHTSPEKTAKEL: Der Schlossturm leuchtete in verschiedenen Farben. Foto: Fränkle

ANERKENNUNG: Der stellvertretende Ministerpräsident Nils Schmid (Mitte) war beim Rundgang begeistert vom Geschehen. Foto: Fränkle

ANERKENNUNG: Der stellvertretende Ministerpräsident Nils Schmid (Mitte) war beim Rundgang begeistert vom Geschehen. Foto: Fränkle

KLANGFASZINATION: Die Alphornbläser von „Sennerjazz“ des Musikforums Durlach gehörten zu Kulturschaffenden aus der Region, die den Abschlussabend  gestalteten. Foto: Fränkle

KLANGFASZINATION: Die Alphornbläser von „Sennerjazz“ des Musikforums Durlach gehörten zu Kulturschaffenden aus der Region, die den Abschlussabend gestalteten. Foto: Fränkle

GIGANTISCHER AUSKLANG: Mit eine riesigen Feuershow feierte der Festivalsommer seinen finalen Höhepunkt. 60.000 Besucherinnen und Besucher waren zum Abschlussabend der Veranstaltungsreigens in das Areal rund um das Schloss gekommen. Foto: Fränkle

GIGANTISCHER AUSKLANG: Mit eine riesigen Feuershow feierte der Festivalsommer seinen finalen Höhepunkt. 60.000 Besucherinnen und Besucher waren zum Abschlussabend der Veranstaltungsreigens in das Areal rund um das Schloss gekommen. Foto: Fränkle

HINGUCKER: Die Klanginstallationen von Christof Schläger zogen nicht nur akustisch die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich.  Foto: Fränkle

HINGUCKER: Die Klanginstallationen von Christof Schläger zogen nicht nur akustisch die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Foto: Fränkle

BEEINDRUCKEND: Feuerschlucker im Schlossgarten. Foto: Fränkle

BEEINDRUCKEND: Feuerschlucker im Schlossgarten. Foto: Fränkle

ZAUBERGESTALTEN: Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Genres sorgten für eine märchenhafte Traumlandschaft. Foto: Fränkle

ZAUBERGESTALTEN: Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Genres sorgten für eine märchenhafte Traumlandschaft. Foto: Fränkle

 

Festivalsommer schreibt Erfolgsgeschichte / Wir-Gefühl und Image gestärkt / Formate weiterführen

Der Festivalsommer zum 300. Stadtgeburtstag ist offiziell zu Ende. Am vergangenen Samstag feierte der Reigen von fast 600 Veranstaltungen seinen spektakulären wie märchenhaften „Ausklang“. Und der soll Nachklang finden, war einhelliger Tenor der Verantwortlichen, als sie Anfang der Woche eine Bilanz über die 101 Festtage zogen.

Bevor das Festival am Samstag weit nach Mitternacht mit einer gigantischen Feuershow seinen finalen Höhepunkt erlebte, hatten Musiker, Clowns, Märchenerzähler oder Feuerspucker auf kunstvoll geschaffenen Lichtinseln das gesamte Areal um das Schloss in eine märchenhafte Traumlandschaft verwandelt. Mit gewaltiger Resonanz: 60.000 Menschen tauchten ein in das Geschehen, folgten den Klanginstallationen von Christof Schläger, durchwandelten die Stationen der Künstler aus der Region, ließen sich von den Darbietungen verzaubern, feierten dabei ihren ganz persönlichen „Ausklang“.

Er habe beim Finale im Schlossgarten „schon ein wenig Wehmut verspürt“, bekannte OB Dr. Frank Mentrup knapp 30 Stunden später bei der Bilanz des Karlsruher Sommermärchens. Der Festivalsommer sei „ein Riesenerfolg und ein faszinierendes Erlebnis“ gewesen, verwies Mentrup auf die mehr als eine Million Besucher, die allein zu den vom KA300-Team organisierten Veranstaltungen gekommen waren. „Das Fest“ oder die beiden großen Landesausstellung seien dabei noch nicht mitgerechnet.

Die gewaltige Besucherresonanz, die auch der Hotellerie allein im Juni bei den Übernachtungen einen Zuwachs von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr bescherte, die 25.000 eigens für den Festivalsommer organisierten Stadtführungen wie die internationale Ausstrahlung, „die sich in den Medien mit 12.000 Berichten weltweit widerspiegelte“, brachte KA300-Geschäftsführer Martin Wacker die eine Seite der Erfolgsgeschichte auf den Punkt. Die andere war die ungeheuere Wirkung auf die Karlsruher selbst. Der Stadtgeburtstag habe „ein Wir-Gefühl in der Bevölkerung erzeugt und für eine regelrechte Aufbruchstimmung gesorgt“, war OB Mentrup stolz auf die vielfältigen Formen, in denen sich die Bürgerinnen und Bürger am Fest der Karlsruher für die Karlsruher beteiligt hatten. Allein in die 80 Stadtteilprojekte waren über 10.000 Menschen eingebunden. Mentrup: „eine starke Botschaft“. Die hätte vor allem auch die 300 Volunteers als „Speerspitze des bürgerschaftlichen Engagements“ ausgesandt.

Das „mutige Konzept“, auf reißerische Höhepunkte zu verzichten und auf Akteure aus Stadt und Region zu setzen, sei „voll und ganz aufgegangen“ dankte Mentrup Stadtmarketing und KA300-Team für „deren tolle Leistung“ und 52 Partnern aus der Wirtschaft, die 3,7 Millionen Euro zur Finanzierung des Festivalsommers beisteuerten.

Klimaneutral gefeiert wurde obendrein, nannte Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Homann Ausgleichsmaßnahmen für CO2-Emissionen wie Aufforstungsprojekte in Uganda und Ecuador oder den Tausch von alten Kühlschränken in einkommensschwachen Karlsruher Haushalten gegen energieeffiziente Geräte dafür als Beispiele.

„Die Stadt hat der Welt gezeigt, was in Karlsruhe und seinen Bürgern steckt“, lautete Mentrups Fazit. Bei dem er und Wacker den Blick auch gleich nach vorne richteten. Der Festivalsommer soll nach Ansicht von Rathauschef und KA300-Geschäftsführer kein singuläres Großereignis bleiben, sondern als „Dachmarke“ erhalten werden, unter der einige Formate in kompakter Form ihre Fortsetzung finden. Etwa wie die vom ZKM organisierten Schlosslichtspiele oder das Zirkeltraining. Auf alle Fälle weitergehen soll das Engagement der Volunteers. Das habe sich, so Mentrup, als „große Marke des Stadtgeburtstags“ erwiesen.

Über den „Nachklang“ entscheidet der Gemeinderat am 8. Dezember in einer Sondersitzung, auf der auch die wirtschaftliche Bilanz gezogen werden soll. Zuvor stehen der Festivalsommer und KA300 allerdings noch andernorts im Blickpunkt. Karlsruhe ist neben Hamburg und Bochum als „Stadtmarke des Jahres“ nominiert. Am 29. Oktober fällt die Entscheidung im bundesweiten Wettbewerb. -trö-

 
 

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