Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 9. Oktober 2015

Probealarm: Rettung im Forst war angesagt

GROSSÜBUNG IM FORST: Die Einsatzkräfte waren im Wald von Grünwettersbach schnell zur Stelle und bargen die verunglückten Waldarbeiter auf schwierigem Terrain. Foto: Knopf

GROSSÜBUNG IM FORST: Die Einsatzkräfte waren im Wald von Grünwettersbach schnell zur Stelle und bargen die verunglückten Waldarbeiter auf schwierigem Terrain. Foto: Knopf

 

Simulierter Wald-Unfall

Groß-Alarm war kürzlich im Forst von Grünwettersbach angesagt. In einer konzertierten Aktion von Feuerwehr, Deutschem Rotem Kreuz und der Forstabteilung wurde ein Wald-Unfall nachgestellt. Alle fünf Jahre findet eine solche Übung in schwierigem Gelände statt.

Hintergrund: Baden-Württemberg hatte zuletzt die höchsten Unfallzahlen bundesweit bei Wald-Unfällen. Zwar war Karlsruhe eine Ausnahme, in den vergangenen zwei Jahren gab es hier keine schwerwiegenden Unfälle bei Forstarbeiten. Dennoch: „Die Unfallgefahren im Wald sind groß. „Man gerät schnell auf unwegsamen Gelände ins Stolpern, verliert ein Halt oder ein Ast schnalzt einem ins Gesicht. Deswegen kommt es auch immer wieder zu Augenverletzungen“, erklärte der Leiter des städtischen Fortsamtes, Ulrich Kienzler. Zwei Drittel der Arbeitsunfälle passieren bei der Holzernte. Herabstürzende Äste oder das Arbeitsgerät Motorsäge können zu Verletzungen führen.

Bei dem simulierten Unfall waren eine Person mit Kopfverletzung unter einem Baum eingeklemmt, eine weitere Person (in diesem Fall ein Dummy) war ebenfalls verunglückt. Die Rettungsübung beobachteten auch der Wettersbacher Ortsvorsteher Rainer Frank, der Leiter der Branddirektion Florian Geldner sowie Bürgermeister Klaus Stapf. Der Dezernent für Umwelt und Katastrophenschutz machte deutlich, dass eine großräumige Absperrung bei Waldarbeiten keine Schikane für die Spaziergänger sei, sondern ausschließlich der Sicherheit der Bevölkerung diene. „Ein Forstunfall ist schnell passiert. Deshalb ist diese Übung so wichtig“, sagte Stapf.

Bei der Rettungsübung waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zwar informiert, wussten aber nicht konkret, was auf sie zukommt. Und die Aktion auf dem steilen Abhang war äußerst anspruchsvoll. Mit gemeinsamen Kräften wurden die Verunfallten vom Baum befreit, stabilisiert und anschließend mit einer Trage und einem Seilgelände erfolgreich aus dem Dickicht befreit. -voko-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe