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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Dezember 2015

Durlach: Sichere Fußwege schaffen

Abschlussworkshop des Fußverkehrschecks / Vorläufiges Fazit

Der erste Fußverkehrscheck in Durlach ist durchlaufen, das Ziel erreicht – doch Ziele bleiben. Kürzlich wurden in einem Abschlussworkshop die Erkenntnisse des bisherigen Prozesses vorgestellt und mit Bürgern, Verbänden sowie Verwaltung diskutiert.

Der Check zur Förderung des Fußverkehrs greift Themen wie Barrierefreiheit, sichere Querung von Hauptverkehrsstraßen, Aufenthaltsqualität oder ein sicheres Schulumfeld auf. Intention sind die Schaffung attraktiver Fußwege und ein erhöhter Stellenwert des Fußverkehrs in der Mobilität. Nach Auftaktworkshop und zwei Vor-Ort-Terminen wurde nun ein vorläufiges Fazit mit Handlungsempfehlungen gezogen. Begrüßt wurden die Teilnehmer von Birke Bronner vom Stadtplanungsamt, die gewonnenen Erkenntnisse erläuterte Philipp Hölderich (Planersocietät).

Beim ruhenden Verkehr, etwa in der Badener Straße, seien breitere Gehwege oder die Neuordnung der Kfz-Stellplätze möglich. Maßnahmen in punkto Verkehrssicherheit, um Kreuzungsbereiche freizuhalten, seien: Markierung des Kurvenbereichs, Poller, mehr Kontrollen oder Gehwegnasen. Bei Querungen seien Zebrastreifen, verkehrsberuhigte Bereiche oder fußgängerfreundliche Lichtsignalanlagen zur Minderung der Barrierefreiheit (Ernst-Friedrich-Straße) eine Option. Mehr Aufenthaltsqualität ließe sich schaffen, indem man durch Sitz- oder Spielgelegenheiten Straßenräume zurückgewinnt. Themen waren ferner Barrierefreiheit (Tram-Haltestelle Schlossplatz), Attraktivität von Seitenräumen (Pfinztalstraße) oder verkehrsberuhigte Bereiche (Marstallstraße).

„Es gibt Dinge, die sehr schnell umzusetzen sind, wie die Reduktion von Hindernissen oder Gehwegnasen und langfristige Maßnahmen. Generell muss immer das ganze Netz betrachtet werden“, so der Planer. Auch Kampagnen zur Sensibilisierung der Bevölkerung seien hilfreich. Diskussionen entzündete sich an vielen Punkten. Ein Bürger plädierte dafür, den ÖPNV und seine Kunden verstärkt mit ins Boot zu holen. Das Thema Gehwegparken, Schilder auf Gehwegen, mehr Tempo 30-Zonen, die Illusion, dass Zebrastreifen Sicherheit suggerieren, wurden angesprochen. Eine Lehrerin der Pestalozzischule monierte mangelnde Sicherheit beim Grünstreifen am Bahnhof. Eines machte Hölderich deutlich: „Dies sind Handlungsempfehlungen. Die Umsetzung ist Entscheidung der politischen Gremien.“ -voko-

 
 

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