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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Dezember 2015

Fernwärme: Größte Zentralheizung der Stadt

ABWÄRME SINNVOLL GENUTZT: Ralf Schaier, MiRO-Geschäftsleitung (l.),  erklärt BM Luczak-Schwarz und Dr. Karl Roth die Produktionsprozesse.  Foto Fränkle

ABWÄRME SINNVOLL GENUTZT: Ralf Schaier, MiRO-Geschäftsleitung (l.), erklärt BM Luczak-Schwarz und Dr. Karl Roth die Produktionsprozesse. Foto Fränkle

 

Die Hälfte der Stadtwerke-Fernwärme kommt aus der MiRO / Netz wird weiter ausgebaut

Noch mehr Abwärme aus dem Produktionsprozess der Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) fließt seit dem Beginn der Heizperiode in das Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe.

Nachdem bereits seit 2011 aus dem Werksteil der ehemaligen Esso-Raffinerie rund 300.000 Megawattstunden Wärme genutzt werden, was für die Versorgung von 25.000 Haushalten mit Fernwärme reicht, kommen mit der zweiten Ausbaustufe nochmals 220.000 Megawattstunden (für weitere 18.000 Haushalte) aus dem Werksteil der früheren OMW hinzu.

„Das größte Karlsruher Umweltprojekt erreicht damit eine neue Entwicklungsstufe“, weist Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz darauf hin, dass nunmehr über die Hälfte der Fernwärme aus der Raffinerie kommt und mit der Nutzung früher in der Umwelt verpufften Abwärme, der Ausstoß von jährlich über 100.000 Tonnen CO2 vermieden werden.

“Die Energieeffizienz in der Raffinerie wird durch die Niedertemperatur-Abwärmenutzung um bis zu fünf Prozent gesteigert“, sieht Ralf Schairer, Sprecher der MirRO-Geschäftsführung, mit dem Projekt zudem eine Stärkung des Raffineriestandorts im europäischen Wettbewerb.

Auch in Sachen Energiewende findet die gelungene Kooperation nach den Worten des Technischen Geschäftsführers der Stadtwerke, Dr. Karl Roth, als „Leuchtturmprojekt“ in ganz Europa Interesse. „Nachhaltigkeit und Klimaschutz bilden die Grundlage für die Glaubwürdigkeit und die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens“, ist für Roth die zuverlässige Wärmelieferung aus der Raffinerie eine Voraussetzung für den geplanten weiteren Ausbau der Fernwärmeversorgung und die Verdichtung entlang der Leitungstrassen.

Zum 180 Kilometer langen Fernwärmenetz sollen bis 2017 neue Leitungen nach Durlach und in die Rheinstrandsiedlung hinzukommen, die Bauarbeiten für die dritte Hauptleitung im Süden der Stadt seien bereits weitgehend abgeschlossen. Über 100 Millionen Euro werden die Stadtwerke dann von 2006 bis 2017 in den Ausbau der Fernwärme investiert haben, davon allein 54 Millionen für die Nutzung der MiRO-Abwärme. -fis-

 
 

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