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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Dezember 2015

IBZ: Beispielhaft für Integration und Vielfalt

EIN PROSIT AUF DAS JUBILÄUM: Eva Geerken, Barbara Mehnert und Iris Sardarabady (alle ibz) stoßen mit Oberbürgermeister Frank Mentrup gemeinsam an. Foto: Knopf

EIN PROSIT AUF DAS JUBILÄUM: Eva Geerken, Barbara Mehnert und Iris Sardarabady (alle ibz) stoßen mit Oberbürgermeister Frank Mentrup gemeinsam an. Foto: Knopf

 

Internationales Begegnungszentrum feiert 20-jähriges Jubiläum mit Festakt im Tollhaus

Ein rundes Jubiläum feiert derzeit das Internationale Begegnungszentrum (ibz). Seit 20 Jahren existiert die Einrichtung, die sich Integration und kulturelle Vielfalt auf die Fahnen geschrieben hat.

Zunächst lud das ibz am Wochenende zu einem Tag der offenen Tür ein. Einen Tag später folgte der Festakt im vollbesetzten Tollhaus. Begrüßt wurden die Gäste von der ibz-Vorsitzenden Barbara Mehnert. „Wir sind stolz auf dieses Jubiläum, das wir vielen engagierten Menschen zu verdanken zu haben“, sagte Mehnert, die unter anderem dem verstorbenen Bürgermeister und Mit-Initiator Norbert Vöhringer dankte.

Gerade in den neunziger Jahren, als Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz offen zu Tage traten – man denke an die Ausschreitungen gegen Asylbewerber in Rostock – sei es wichtig gewesen, die Ideale einer auf Humanismus basierenden Gesellschaft in den Fokus zu rücken. „Vorurteile können nur durch Begegnungen mit Menschen abgebaut werden“, betonte Mehnert und zählte die vielen Aktivitäten des ibz aufzählte: unter anderem das „Fest der Völkerverständigung – als Leuchtturm der Stadtgesellschaft“.

OB Dr. Frank Mentrup nannte die Entscheidung für das Zentrum vor 20 Jahren einen wegweisenden Schritt. Es gehe darum, dass Zuwanderer eine Gesellschaft bereichern, ohne dass sie ihre kulturelle Identität aufgeben müssten. „Als Hort der gesellschaftspolitischen Diskussion hat das ibz eine Scharnierfunktion für die Stadtgesellschaft und ist ein beispielhaftes Experiment“, so Mentrup.

Ferdaus Alnahhal und Ali Ahmed Abdi vom Migrationsbeirat zitierten aus Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ mit dem Satz „Man sieht nur mit dem Herzen gut“. Für das kulturelle Programm sorgten Musik und Gesang aus Gambia, die Gruppe El’an, eine Lesung und das Badische Staatstheater. -voko-

 
 

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