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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Dezember 2015

Mühlburg: Attraktiver geworden

IN DER RHEINSTRASSE (v.l.): Tiefbauamtsleiter Schönbeck, IG-Chef Melchert, BM Obert, Bürgervereinsvorsitzender Ferrini. Foto: Fränkle

IN DER RHEINSTRASSE (v.l.): Tiefbauamtsleiter Schönbeck, IG-Chef Melchert, BM Obert, Bürgervereinsvorsitzender Ferrini. Foto: Fränkle

 

Rheinstraße ist komplett umgestaltet / Bürger und Geschäftswelt atmen auf

Noch sind im Sanierungsgebiet Mühlburg nicht alle Baumaßnahmen abgeschlossen. Nachdem mit der Umgestaltung der Rheinstraße der größte Brocken aber geschafft ist, wurde am Dienstag am Entenfang schon mal gefeiert.

„Der Umbau der großen und kleinen Rheinstraße ist das Herzstück des B-Zentrums mit Nahversorgung, und hier mussten die Bürger und die Geschäftsleute in den letzten 19 Monaten die größten Beeinträchtigungen hinnehmen, weil die Arbeiten praktisch ‚am offenen Herzen‘ durchgeführt werden mussten“, sieht Bürgermeister Michael Obert Mühlburg „ein ganzes Stück attraktiver geworden“.

Die 2007 vom Gemeinderat auf den Weg gebrachten Gesamtmaßnahmen im Sanierungsgebiet Mühlburg sollen 2017 ganz abgeschlossen sein. Bisher wurden viele Straßen umgebaut, barrierefreie Haltestellen und ein Grün-Gleis errichtet, Plätze und Spielplätze angelegt sowie die unterirdische Infrastruktur erneuert. Außerdem hat Mühlburg ein Bürgerzentrum bekommen, und der Kinder- und Jugendtreff wurde kernsaniert. Insgesamt 12,1 Millionen Euro wurden bisher investiert, wovon 60 Prozent Bund und Land übernehmen.

„Die Mühlburger haben lange gelitten, aber jetzt haben wir ein noch schöneres Mühlburg“, lobte der Vorsitzende des Bürgervereins Mühlburg, Massimo Ferrini, das Zusammenwirken aller Beteiligten. Immerhin waren insgesamt dreizehn städtische Ämter und Betriebe an der Umsetzung der Maßnahmen im Sanierungsgebiet beteiligt

„Für die Geschäftswelt war die Umbauphase in der Rheinstraße eine besonders harte Zeit“, spricht Klaus Melchert, Vorsitzender der IG Mühlburg, von Umsatzrückgängen von bis zu 80 Prozent. Manche Geschäfte mussten schließen. „Um die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten zu erhalten, brauchen wir nicht nur die Lauf- sondern auch die Autokundschaft“, beklagte Melchert den Wegfall von Parkplätzen und eine zu große Ladezone, während der Bürgervereinsvorsitzende die Einbahnstraßenregelung bei der Hardtstraße als Stauauslöser ausgemacht hat. „Nach dem Abschluss der Baumaßnahmen müssen wir natürlich beobachten, wie das Ganze in der Praxis funktioniert und können immer noch nachjustieren“, sicherte Bürgermeister Obert zu. -fis-

 
 

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