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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Dezember 2015

Soziales: Schulterschluss gezeigt

Sozialer Dienst und Suchthilfe kooperieren im Kinderschutz

Etwa 150.000 Kinder wachsen in Baden-Württemberg in suchtbelasteten Familien auf, sind damit in hohem Maße gesundheitlichem und psychosozialem Druck ausgesetzt – und gelten als größte Risikogruppe für Suchtstörungen im Erwachsenenalter.

Deshalb ist diese Gruppe auch von besonderer Bedeutung für die Suchtprävention. Wie auch für die Jugendhilfe: Fast 40 Prozent ihrer jungen Klienten kommen aus suchtbelasteten Familien.

Bis vor einiger Zeit agierten Jugend- und Suchthilfe getrennt, kooperieren jetzt aber in Sachen Kinderschutz im „Schulterschluss“. So lautet auch der Name einer vom Sozialministerium des Landes geförderten Offensive, die Kooperationen von Jugend- und Suchthilfe aktivieren und das Wissen der Fachrichtungen gegenseitig besser nutzbar machen will.

Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe ist das Ziel erreicht. An einem zweijährigen Projekt mit Fortbildungen und Austauschmöglichkeiten zur Entwicklung eines gemeinsamen Vorgehens nahmen alle Suchthilfeträger in Karlsruhe, der städtische Soziale Dienst und mehrere Abteilungen des Jugendamts teil.

Darüber hinaus erarbeiteten die Akteure in einem Arbeitskreis eine „Vereinbarung zur Kooperation im Kinderschutz“. Und diese Vereinbarung unterzeichneten jetzt zum offiziellen Abschluss des Projekts Martina Thrän von der Diakonischen Suchthilfe Mittelbaden, Andreas Wendlinger (baden-württembergischer Landesverband gegen die Suchtgefahren), Cordula Sailer (Hauptabteilung Beratung bei der Stadt Karlsruhe) und Reinhard Niederbühl (Sozialer Dienst) im Beisein von Bürgermeister Dr. Martn Lenz im Gruppenraum der Jugend- und Drogenberatung. -trö-

 
 

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