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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Dezember 2015

Ökologie: Karlsruhe nachhaltigste Großstadt

AUSGEZEICHNET: Die frühere Box-Weltmeisterin Regina Halmich aus Karlsruhe überreichte Bürgermeister Klaus Stapf den Preis für eine „sozial gerechte und ökologisch orientierte Stadtentwicklung“. Foto: Marc Darchinger

AUSGEZEICHNET: Die frühere Box-Weltmeisterin Regina Halmich aus Karlsruhe überreichte Bürgermeister Klaus Stapf den Preis für eine „sozial gerechte und ökologisch orientierte Stadtentwicklung“. Foto: Marc Darchinger

ENGAGEMENT GEWÜRDIGT Königin Silvia von Schweden bekam Ehrenpreis für ihren humanitären Einsatz. Foto: Marc Darchinger

ENGAGEMENT GEWÜRDIGT Königin Silvia von Schweden bekam Ehrenpreis für ihren humanitären Einsatz. Foto: Marc Darchinger

 

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2015 in Düsseldorf verliehen / „Verantwortungsvoller Umgang mit Wachstum“ überzeugt / Stapf: „Großartiger Erfolg“

Karlsruhe ist Deutschlands nachhaltigste Großstadt 2015. Die Auszeichnung nahm Umweltbürgermeister Klaus Stapf am vergangenen Freitag bei der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises in Düsseldorf aus den Händen von Regina Halmich entgegen.

„Das ist ein großartiger Erfolg, der unsere Anstrengungen in Sachen Klimaschutz würdigt und das vielfältige Engagement aller Beteiligten auszeichnet“, zeigte sich Stapf erfreut über den Preis: „Die Kommunen sind die Orte, in denen die Menschen die Umwelt am direktesten beeinflussen können“, unterstrich Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks den Stellenwert von Städten und Gemeinden in ihrer Laudatio.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Engagement von Königin Silvia von Schweden, António Guterres, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, und Hans-Dietrich Genscher mit Ehrenpreisen gewürdigt.

Gegen Nürnberg und Recklinghausen durchgesetzt

Die Stadt Karlsruhe setzte sich als Großstadt in der Endrunde gegen das fränkische Nürnberg und Recklinghausen (NRW) durch. Beworben hatten sich insgesamt mehr als 100 Kommunen in drei Kategorien - große, mittlere und kleine Städte und Gemeinden. Die jeweiligen Sieger erhalten von der Allianz Umweltstiftung 35.000 Euro, zweckgebunden für Projekte zur Nachhaltigkeit.

Karlsruhe hatte die Jury „durch einen verantwortungsvollen Umgang mit Wachstum“ überzeugt. Den Herausforderungen einer prosperierenden Stadt begegne Karlsruhe „mit einer sozial gerechten und ökologisch orientierten Stadtentwicklung“. Es setze „dabei auch auf eine weitere Stärkung der Wirtschaft, insbesondere in den Bereichen Forschung und Entwicklung“, heißt es in der Begründung. Aktivitäten wie „ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept, Ökostromversorgung aller städtischen Einrichtungen, ein verwaltungsinterner Klimaschutzfonds sowie Maßnahmen für Flächenrecycling“ seien nur einige Beispiele.

Die Grundlage bilde das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020“, unterstreicht die Jury. Ein zentraler Aspekt stelle zudem die Bürgerbeteiligung dar. Karlsruhe habe es auf herausragende Weise verstanden, Partizipation im Verwaltungshandeln zu verankern und Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen.

Hervorragend organisierter Agenda-21-Prozess

Ein besonderer Fokus liege dabei auf der Kinder- und Jugendbeteiligung durch Projekte wie das „Mobile (Kinder-)Büro“. Ein hervorragend organisierter Agenda 21-Prozess sowie Kooperationen mit anderen Akteuren, wie NABU oder BUND, spiegele den Governance-Erfolg der badischen Stadt wider.

Die Auszeichnung wird seit 2008 jährlich von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen vergeben - seit 2012 auch an Kommunen. -bw-

 
 

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