Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 4. Dezember 2015

Ökologie: Zufrieden mit Entwicklung

 

20 Jahre Agenda-Bewegung in Karlsruhe / Kunde vom Nachhaltigkeitspreis i-Tüpfelchen für Feier

Dass Karlsruhe mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet wurde, war das Tüpfelchen auf dem „i“ beim Festabend zum 20-Jahre-Jubiläum der Agenda-Bewegung in Karlsruhe. Vorigen Freitag waren frühere und aktuelle Agenda-Aktivisten im Ständehaussaal zusammengekommen, um sich gemeinsam zu freuen.

Denn bereits im Jahr 1995 hatte der Karlsruher Gemeinderat als erster in Baden-Württemberg beschlossen, in der Stadt eine „Lokale Agenda 21“ einzurichten. 360 Kommunen im Land sind dem Beispiel gefolgt. Karlsruhe setzte schon damals auf eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen dem beim Umweltamt angesiedelten Agenda-Büro und privaten Organisationen wie dem BUND und anderen.

Da Bürgermeister Klaus Stapf bei der Verleihung des Nachhaltigkeitspreises war, vertrat mit Stadtrat Dr. Eberhard Fischer ein Agenda-Mann der ersten Stunde die Stadt Karlsruhe. Nach seiner Begrüßung verfolgte er im Internet die Preisverleihung und verbreitete zu Ende des Festes die frohe Kunde.

Erster Leiter des Agenda-Büros war seinerzeit Hans Riemer, der sich im Rückblick sehr zufrieden mit der Entwicklung Karlsruhes in Sachen Nachhaltigkeit in den zurückliegenden Jahren zeigte. Als Beispiele nannte er das enorm gewachsene Radwegenetz oder die Gründung einer eigenen, städtischen Klimaschutz- und Energieagentur.

Vorsitzender des Agenda-Vereins ist der Leiter des Nachhaltigkeitsbüro bei der LUBW, Gerd Oelsner. In einem Rückblick fächerte er die Geschichte der Agenda-Bewegung in Karlsruhe auf. Klimaschutz, sagte er, sei ein roter Faden für die Aktivitäten in den letzten 20 Jahren. Und er berichtete von einem besonderen Geburtstagsgeschenk des OB, der jüngst „Strategische Eckpunkte für eine Nachhaltige Entwicklung in Kommunen“ unterzeichnet hat. Das ist eine Initiative des Rats für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung.

Auch wenn es an Nachwuchs mangelt, wie Fischer beklagte, gibt es doch erfolgreiche Agenda-Aktivitäten. So etwa die Schülertage, die Fächergärtner, die Gewässerführer oder den nachhaltigen Konsumführer „grüner Marktplatz“, abzurufen über www.agenda21-karlsruhe.de.

Dr. Klaus Reuter ist der Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 in Nord-Rhein-Westfalen. Der Festredner legte dar, dass Nachhaltigkeit kein Luxusartikel sei, sondern eine unbestreitbare Notwendigkeit. -erg-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe