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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Februar 2015

Bäder: Wetter verhagelt die Bilanz nich

DAS FÄCHERBAD wird attraktiver: 25-Meter-Cabriobecken, Kursbecken und neuer Umkleidetrakt sollen Ende 2016 fertig sein.  Foto Fränkle

DAS FÄCHERBAD wird attraktiver: 25-Meter-Cabriobecken, Kursbecken und neuer Umkleidetrakt sollen Ende 2016 fertig sein. Foto Fränkle

 

Weiter sinkender Zuschussbedarf dank schwarzer Zahlen im Europabad

"In der Summe sehr zufrieden", zeigten sich Bürgermeister Martin Lenz und Bäderchef Oliver Sternagel mit der Bäderbilanz 2014, die sie am Montag im Fächerbad vorstellten: Zwar lag die Zahl der Gesamtbesucher aller Karlsruher Bäder mit 1,46 Millionen deutlich unter dem Vorjahresniveau (1,65 Millionen), dennoch konnte der operative Zuschussbedarf von 5,2 Millionen Euro auf 4,85 Millionen Euro weiter nach unten gesenkt werden.

Dabei gingen allein im Rheinstrandbad Rappenwört, in Turmbergbad, Sonnenbad und Freibad Rüppurr die Besucherzahlen von 522.101 auf 348.309 zurück. "Die Freibadsaison war nicht so der Knaller", bleibt Bäderchef Sternagel ganz gelassen, denn angesichts "ein paar fehlender Grade" zog es die Badewilligen in die Hallenbäder, und dabei vor allem ins Europabad, das sich immer mehr zur "Cashcow" entwickle.

Dort passierten 486.174 Gäste das Drehkreuz, von denen suchten 131.843 Besucherinnen und Besuchern den warmen Saunabereich auf, damit satte neun Prozent mehr als im Vorjahr. Allein 5,5 Millionen Euro des Bäder-Gesamtumsatzes von 9,5 Millionen wurde im Europabad erzielt, das unterm Strich mit einem Plus von 110.000 Euro abschloss.

"Das Bad ist bei einem Nutzungsgrad angekommen, bei dem es nun um das Halten der Gäste geht", ging Sternagel auf weitere Maßnahmen ein, die die Kundenzufriedenheit weiter steigern sollen. Allein eine halbe Million Euro kostet die neue Rutschattraktion Green Viper, weitere 1,2 Millionen fließen in ein Schlafhaus und den Ausbau der Ruheflächen.

"Es war richtig das Europabad zum Flagschiff zu machen", sieht Bürgermeister Lenz den Mut in die Investitionen belohnt. Damit habe man auch für eine in ihrer Vielseitigkeit einmalige Bäderlandschaft gesorgt, die mit dem Umbau des Fächerbades zum Kombibad weiter zukunftsfähig ausgerichtet werde. "Das Combi-Dach bringt mehr Freiluft-Feeling und wir können das Kursangebot ausweiten", freut sich Badmanagerin Jenny Retzbach auf das 20 Millionen Projekt, das am 12. März mit dem Spatenstich in die Bauphase startet.

Bei den Haushaltsberatungen gehe es auch um weitere Investitionen in den Bädern, kündigte Lenz an. Dazu gehört die Sanierung des Osthofes im Vierortbad, eine Rutsche für das Turmbergbad und die Sanierung des Restaurants im Rheinstrandbad. -fis-

 
 

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