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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Februar 2015

Fahrradklimatest: Karlsruhe Nummer 1 in Süddeutschland

SÜDDEUTSCHE FAHRRADSTADT NUMMER 1: Karlsruhe auf Siegerpodest beim ADFC-Fahrradklimatest. Foto: Fränkle

SÜDDEUTSCHE FAHRRADSTADT NUMMER 1: Karlsruhe auf Siegerpodest beim ADFC-Fahrradklimatest. Foto: Fränkle

 

Zweiter Platz im bundesweiten Städteranking des ADFC / Plus: Cityerreichbarkeit, Öffnung Einbahnstraßen/Minus: Diebstahl und Baustellen-Radeln

Karlsruhe steht beim Fahrradklimatest erneut auf den Siegerpodest in der Kategorie der Großstädte über 200.000 Einwohner. Im Vergleich zu 2012 kletterte Karlsruhe eine weiter nach oben und belegt im ADFC-Städteranking nach Münster und vor Freiburg den zweiten Platz.

Damit konnte die Stadt dem  Doppelsieg im Jahre 2012 ein Sahnehäubchen aufsetzen. 2012 war Karlsruhe zweifach ausgezeichnet worden - mit dem 1. Platz als „Aufholer“ und mit dem 3. Platz als „Spitzenreiter“. "Ich freue mich, dass Karlsruhe beim ADFC-Fahrradklimatest bundesweit wieder wie vor zwei Jahren zu den drei bestplatzierten Großstädten in Deutschland gehört“, betonte Erster Bürgermeister Wolfram Jäger, der vergangene Woche in Berlin aus den Händen von Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), sowie vom ADFC-Bundesvorsitzenden Ulrich Syberg die Auszeichnung entgegen nahm.

Das Urteil der Teilnehmer der im Oktober und November 2014 durchgeführten Umfrage bestätige ihm, dass Karlsruhe in der Radverkehrsförderung auf dem richtigen Weg ist. „Und zu meiner eigenen Überraschung ist es uns tatsächlich gelungen, pünktlich zum 300. Stadtgeburtstag unter den süddeutschen Großstädten die Fahrradstadt Nummer 1 zu sein, so wie wir es uns vor zehn Jahren mit dem 20-Punkte-Programm zur Radverkehrsförderung vorgenommen haben“, fügte Jäger an.

Ein Stück Lebensqualität

Für Staatssekretär Rainer Bomba ist die Fahrradfreundlichkeit „auch ein guter Gradmesser für die Lebensqualität einer Stadt.“ Dass die Gesamtnote diesmal etwas schlechter als vor zwei Jahren ausfällt, sei ein kleiner Wermutstropfen, so Jäger. Allerdings ist dies „für uns ein Hinweis, in unserem Engagement für das Fahrrad nicht nachzulassen. Gleichzeitig ist die Note auch Ausdruck für das gestiegene Selbstbewusstsein der Radfahrenden in Karlsruhe, dafür dass sie sich nicht mehr nur mit ‚Restflächen’ zufrieden geben, sondern zukünftig verstärkt entsprechend ihrer Bedeutung im Gesamtverkehr berücksichtigt werden möchten.“

Hinweise, wo nachgesteuert werden muss

Die Detailnoten geben den Radverantwortlichen bei der Stadt eindeutige Hinweise, „wo wir zukünftig nachsteuern müssen“. Angetan war EB Jäger davon, dass über 900 Karlsruherinnen und Karlsruher am Fahrradklimatest teilnahmen.

Besonders gut bewertet wurden die Erreichbarkeit des Stadtzentrums, die für den Radverkehr geöffneten Einbahnstraßen in Gegenrichtung und dass hier einfach alle Fahrrad fahren. Schlecht weggekommen ist Karlsruhe bei den Themen Fahrraddiebstahl, Radverkehrsführung an Baustellen und dem Ahnden von Falschparkenden auf Radwegen.

Gute Infrastruktur und Öffentlichkeitsarbeit

„Die Teilnehmer des ADFC Fahrradklimatest stellen einen deutlichen Klimawandel in der Karlsruher Radverkehrspolitik fest, besonders bei den Bemühungen um eine gute Infrastruktur und der Öffentlichkeitsarbeit zum Radverkehr“, kommentierte Christian Büttner, ADFC-Kreisverbandssprecher, das Ergebnis.

Bei der sechsten Auflage der Umfrage seit 1988 hatte der ADFC gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium erneut die Frage gestellt, wie Radler das Rad-Klima in ihrer Stadt empfinden. Über 100.000  Radfahrer aus 468 Städten in den Gruppen Städte unter 50.000, bis 100.000, bis 200.000 und über 200.000 Einwohner haben sich an der Befragung mit 27 Fragen beteiligt. -rie-

 
 

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