Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Februar 2015

Gesellschaftliche Projekte: Schwere Jungs als „Art-Genossen“

DAS 'WHO IS WHO' AUS STADT UND REGION traf sich bei der Impulspreis-Verleihung. OB Dr. Frank Mentrup  (2.v.links) war Schirmherr, neue-welle-Chefin Andrea-Alexa Kuszák (rechts) Veranstalterin. Foto: Fränkle

DAS 'WHO IS WHO' AUS STADT UND REGION traf sich bei der Impulspreis-Verleihung. OB Dr. Frank Mentrup (2.v.links) war Schirmherr, neue-welle-Chefin Andrea-Alexa Kuszák (rechts) Veranstalterin. Foto: Fränkle

 

Radiosender ehrt mit Impulspreis Projekte aus Karlsruhe und der Region

Stille Helden suchen die Öffentlichkeit nicht, aber die Öffentlichkeit sucht und findet sie. Als mutige und ermutigende Beispielgeber, die etwas bewegen und Begeisterung entfachen.

Seit 2010 prämiert der Karlsruher Radiosender die neue welle gesellschaftliche Projekte aus der Region mit dem Impulspreis. Ausgezeichnet wurden bei der fünften Ausgabe der Remchinger BWL-Student Sebastian Bauer für seine ehrenamtliche Arbeit mit jungen Strafgefangenen, der von SWR, SR und Sparda-Bank getragene Verein „Herzenssache“ sowie die Industrie- und Handelskammern aus Karlsruhe und dem Elsass.

Es sei soziale Pflicht des Hörfunksenders jenen Gehör zu verschaffen, die wie selbstverständlich helfen „ohne dabei auf die Uhr zu schauen“, sagte Andrea-Alexa Kuszák, Geschäftsführerin von die neue welle und Initiatorin der „Plattform mit Breitenwirkung“ bei der Preisverleihung in der Staatlichen Kunsthalle.

Von einem „Identität stiftenden Ereignis“, sprach Impulspreis-Schirmherr, OB Dr. Frank Mentrup. Es zeige, was Bürgerinnen und Bürger im Verborgenen leisteten. Wie Sebastian Bauer. Gemeinsam mit jungen Insassen des Pforzheimer Gefängnisses entwickelt er Graffiti-Kunst und macht schwere Jungs zu „Art-Genossen“. Bauer glaube an die Menschen und habe „Zutrauen“ in deren „“Entwicklungsfähigkeit“ war Laudator Erich Harsch (Geschäftsführer dm-Drogeriemarkt) beeindruckt.

Europa ist Realität. Bester Beleg dafür war für Staatssekretär Peter Hofelich das Projekt „Wirtschaft macht Schule“ der IHK Karlsruhe und ihres Pendants CCI Alsace. Es bringt Schulen beidseits des Rheins mit Firmen hier und dort zusammen und unterstützt junge Menschen mit über 800 Bildungspartnerschaften auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf. Die Grenzlage sieht Hofelich nicht als „Hindernis“ sie eröffne besondere Perspektiven.

Als „imponierender Impulsgeber für eine herzlichere Gesellschaft“ lobte der Freiburger Erzbischof Stephan Burger „Herzenssache“. In den 15 Jahren seines Bestehens hat der Verein bei 3.000 Benefizveranstaltungen 27 Millionen Euro für 750 Kinderhilfsprojekte gesammelt. -maf-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe