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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Februar 2015

Klima: Stadt spart Energie und Wasser

DIE KITA FRÜHLINGSTRASSE "verheizt" nach Sanierung und Anschluss an die Fernwärme 70 Prozent weniger Primärenergie. Foto: Fränkle

DIE KITA FRÜHLINGSTRASSE "verheizt" nach Sanierung und Anschluss an die Fernwärme 70 Prozent weniger Primärenergie. Foto: Fränkle

 

Dennoch höhere Kosten/Energiemanagement berichtet Ausschuss Umwelt und Gesundheit

In Gebäuden der Stadt Karlsruhe geht der Energie- und Wasserverbrauch, gerechnet auf den Quadratmeter, kontinuierlich zurück. Die Kosten steigen dennoch an. Das berichtete das Energiemanagement im Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit, der jüngst unter Leitung von Bürgermeister Klaus Stapf nichtöffentlich tagte.

HGW erläuterte dem Ausschuss den 130 Seiten langen Energiebericht 2013. Die Werte sind mittels entsprechender statistischer Methoden von äußeren Einflüssen wie etwa Witterung bereinigt. Die Zahlen für das Jahr 2014 werden gerade zusammengetragen.

Seit dem Bezugsjahr 1990 ist etwa der Wärmeenergieverbrauch pro Quadratmeter und Jahr von 21,5 Litern Heizöl als Bezugs-Wärmequelle auf 15,3 Liter zurückgegangen. Die Kosten aber haben sich nach einem zeitweiligen Rückgang nach 2009 von fünf Euro auf über zehn Euro erhöht. Dennoch hat HGW seit Erfassung der Daten durch den geringeren Energieverbrauch eine Kosteneinsparung von 45 Millionen Euro und einen Rückgang der CO2-Emissionen um immerhin 472.000 Tonnen errechnet.

Von ähnlichen Entwicklungen berichtet HGW auch im Bereich des Stroms. Und das, obwohl immer mehr Geräte zum Einsatz kommen, diese seien aber in ihren Verbrauchswerten kontinuierlich effizienter geworden.

Als Beispielgebäude nannten die Vertreter von HGW die sanierte Kindertagesstätte in der Frühlingstraße und den Neubau der Grundschule am Wasserturm in der Südstadt-Ost. Der Wärmeverbrauch in der KiTa hat sich nach der Sanierung um 43 Prozent reduziert. Weil sie ans Fernwärmenetz angeschlossen wurde, ist der Verbrauch an Primärenergie sogar um 70 Prozent zurückgegangen.

In der Schule wurde eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Dies spart 76 Prozent Energie ein. Verglichen mit dem Gesamtbestand städtischer Gebäude, liegt der Energieverbrauch in dem Neubau bei gerade einmal rund 20 Prozent. Hilfreich bei den Energieeinspar-Aktionen von HGW ist der städtische Klimaschutzfonds.

Berichtet hat HGW dem Ausschuss auch vom "EinSparProjekt", mit dem das Klimamanagement des Amtes Teams in städtischen Schulgebäuden und Dienststellen bei Energiesparmaßnahmen technisch und beratend unterstützt. Beide Berichte hat der AUG zustimmend zur Kenntnis genommen. -erg-

 
 

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