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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Februar 2015

Schule am Wasserturm: Entscheidung steht

TROTZ ANBAUS soll durchweg am Wasserturm unterrichtet werden. Foto: Fränkle

TROTZ ANBAUS soll durchweg am Wasserturm unterrichtet werden. Foto: Fränkle

 

Hauptausschuss für Containerlösung

„Selbst, wenn es teurer oder zehnmal unpopulärer wäre“, würde Stadtrat Erik Wohlfeil (KULT) zum Wohle der Kinder für die Interimslösung Uhlandschule stimmen. Im Hauptausschuss, nach monatelangen Kontroversen, tat er das aber allein.

Die übrigen Stadträte wollten - teils mit Bauchschmerzen -, diese schwierige Entscheidung nicht gegen den Willen von Eltern und Schulkonferenz fällen. Nachdem sich diese Tendenz in der Sitzung abzeichnete, formulierte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup den Beschluss um. Damit werden die Grundschüler am Wasserturm auch während der durch steigende Schülerzahlen und Ganztagsbetrieb nötigen Anbaumaßnahme auf dem Gelände unterrichtet - in Containern, wie alternativ vorgesehen.

Besonders wegen Lärm und Staub hatte die Stadtverwaltung bis zuletzt für die Uhland-Option plädiert. Und sie drängte auf eine Entscheidung, um den Eltern Planungssicherheit zu verschaffen, die ihre Kinder am 11. März für das neue Schuljahr anmelden müssen, wie Bürgermeister Martin Lenz ausführte.

OB Mentrup unterstrich dann im Fazit, dass die Entscheidung, die wohl damit zusammenhänge, dass die Betroffenen ihre umkämpfte „Heimat“ nicht mehr verlassen wollten, eine unumkehrbare sei. FDP-Stadtrat Thomas H. Hock rechnet damit, dass die Debatte bald wieder aufflammt. „Der KULT-Kollege spricht uns aus der Seele. Aber wir werden heute anders abstimmen, weil wir die Leute vor Ort berücksichtigen möchten. Ich glaube, dass das die falsche Entscheidung war.“

Detlef Hofmann (CDU) bedauerte, dass es soweit gekommen war. Seine Fraktion sei überzeugt, dass die Uhlandschule die bessere Lösung hätte sein können, doch sie sei nicht entsprechend vorbereitet worden. Hofmann: „Man muss sich Gedanken machen, warum die Idee so kategorisch abgelehnt wurde.“

Für die Grünen hob Bettina Lisbach hervor, dass „es gar keine richtige Lösung gibt“. Ein mehrzügiger Bau von Beginn an wie gefordert hätte die Probleme gar nicht erst aufkommen lassen. Friedemann Kalmbach (GfK) sah keine Alternative gegen ernst zu nehmenden Bürgerwillen. In Abwägung entschied Dr. Paul Schmidt (AfD)  „als Vater eines bald schulpflichtigen Kindes“. Sozialdemokraten, so deren Stadtrat Michael Zeh, hörten gut zu, darum trügen auch sie Elternwünschen Rechnung. Zeh: „Mit der Containerlösung wird es sicher auch Probleme geben. Wir halten sie aber für die richtige.“ -mab-

 
 

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