Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Februar 2015

Vielfalt statt Einfalt: Karlsruhe zeigte Flagge

VIELFALT STATT EINFALT: Hunderte Bürgerinnen und Bürger  demonstrierten am Dienstag auf dem Friedrichsplatz gegen einen „Spaziergang“ des Karlsruher Pegida-Ablegers „Kargida“.     Foto: Knopf

VIELFALT STATT EINFALT: Hunderte Bürgerinnen und Bürger demonstrierten am Dienstag auf dem Friedrichsplatz gegen einen „Spaziergang“ des Karlsruher Pegida-Ablegers „Kargida“. Foto: Knopf

 

Friedlicher Protest gegen „Kargida“-Kundgebung

Zu einem „Spaziergang“ rief am Dienstagabend der Karlsruher Ableger „Kargida“ der rechtspopulistischen Bewegung „Pediga“ auf. Karlsruhe zeigte jedoch Flagge gegen rechts - und gleich vier Gegen-Demonstrationen als Reaktion.

Das „Netzwerk gegen Rechts“, „Karlsruhe zeigt Flagge“, „Vielfalt willkommen heißen“ und „Für ein vielfältiges Karlsruhe“ demonstrierten auf verschiedenen Plätzen, wobei die Hauptkundgebung am Friedrichsplatz stattfand, die sich später auf den Ludwigsplatz verlagerte. Nach Polizeiangaben versammelten sich rund 700 Gegendemonstranten.

„Lasst uns Vielfalt bewahren. Menschen, die andere herabsetzen, können wir nicht akzeptieren“, so Rüstü Aslandur, Vorsitzender des deutschsprachigen Muslimskreises. Aliz Müller vom Migrationsbeirat unterstrich, dass sich Karlsruhe zur Weltoffenheit bekenne. „Lasst nicht zu, dass menschenfeindliche Aufrufe uns voneinander entfernen“, betonte Müller und wies auf die „Wochen gegen Rassismus“ ab Mitte März hin. Derweil versammelten sich am Stephanplatz etwa 200 Anhänger von Kargida und skandierten immer wieder „Lügenpresse“ und „Wir sind das Volk“.

Nach der Kundgebung bewegte sich die islamfeindliche Gruppierung unter massivem Polizeiaufgebot Richtung Schlossplatz. Ein positives Fazit des Einsatzes zog Karlsruhes Polizei-Vizepräsident Roland Lay. Zwar kam es immer wieder zu Störungen und Blockaden. Zudem wurden vereinzelt Platzverweise ausgesprochen. Insgesamt blieb es jedoch weitgehend friedlich. „Dies gelang durch konsequente Separierung beider Gruppen“, so Einsatzleiter Lay. -voko-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe