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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. Februar 2015

Wohnstruktur in Karlsruhe: 44 Prozent sind Single-Haushalte

KARLSRUHES ALTBAU ging im Zweiten Weltkrieg nicht so sehr verloren wie vielerorts. Etwa in der Südweststadt ist Historie zu sehen. Foto: Fränkle

KARLSRUHES ALTBAU ging im Zweiten Weltkrieg nicht so sehr verloren wie vielerorts. Etwa in der Südweststadt ist Historie zu sehen. Foto: Fränkle

 

Amt für Stadtentwicklung hat Ergebnisse der Befragungen zum Zensus 2011 analysiert und publiziert

Volkszählungen sind ein heißes Eisen in Deutschland, das galt auch für den jüngsten Zensus. Mit ihm wurde der gesamte Karlsruher Gebäudebestand erfasst - wichtige Grundlage für erhellende Erkenntnisse zu den Wohnverhältnissen in der Fächerstadt, Stand Mai 2011.

In seiner Veröffentlichung „Gebäude und Wohnungen in Karlsruhe“ hat das Amt für Stadtentwicklung Ergebnisse der Befragungen zusammengefasst. In Karlsruhe wurden 2011 demnach 41.806 Gebäude mit Wohnraum und 152.254 Wohnungen gezählt.

Erster Bürgermeister Wolfram Jäger hob im Hauptausschuss den „rasanten Anstieg“ von Bevölkerung und Wohnraum hervor, als er über den Mehrwert der „soliden und aktuellen Datensammlung“ informierte. Sie besagt, dass das Gros der Gebäude mit Wohnraum (33,6 Prozent) noch aus der Zeit des Wiederaufbaus in den Fünfzigern und Sechzigern stammt. Immerhin 14,4 Prozent der Bauten wurden vor 1919 errichtet und 15,6 (in Oberreut sind es knapp zwei Drittel) seit 1990. Knapp zehn Prozent aller Haushalte haben eine Wohnfläche von weniger als 40 Quadratmetern, nur 1,7 Prozent mehr als 200 Quadratmeter. Den größten Anteil (26,9) machen Wohnungen zwischen 60 und 79 Quadratmetern aus.

Stadtweit waren 18,9 Prozent aller Wohnungen nur von Senioren bewohnt. Selbst der niedrigste Anteil (Innenstadt-West) betrug 10,1 Prozent, 28,2 (Daxlanden) sind das Maximum. Der Anteil der Single-Haushalte lag insgesamt bei 44,1 Prozent, nur ein Zehntelprozentpunkt höher der Anteil der Paare mit oder ohne Kind(er).

Mit je knapp 60 Prozent war der Single-Anteil in Innenstadt-West und -Ost erwartungsgemäß am höchsten, vor Süd- und Oststadt mit auch noch über 50 Prozent. Selbst in Hohenwettersbach, wo anteilig die meisten Paare mit Kindern leben, liegt dieser Wert bei 41,3 Prozent - es folgen Nordstadt (34,2) und Palmbach (32,8).

Auch typisch für alle Höhenstadtteile sowie Hagsfeld: Um die, oft auch mehr als 80 Prozent aller Wohnhäuser (insgesamt 68,9) befinden sich in Privatbesitz. In Daxlanden und Rüppurr sind hingegen Genossenschaften überrepräsentiert. In der aus Weststadt und US-Konversionsfläche entstandenen Nordstadt stellen sie gar gut ein Drittel des Angebots.

Gut ein Viertel (28,6 Prozent) des gesamten Wohnungsbestands  wurde vom Eigentümer bewohnt, 69 Prozent wurden vermietet - teils mietfrei. Der kleine Leerstand ist nicht immer real, weil kurze Pausen bei Mieterwechseln einfließen. -mab-

 
 

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