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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. Januar 2016

Medienpädagogik: Wie Zombies zeigen?

DREHARBEITEN zu „The real Life of Egon Schuter“: Der Film entstand 2014 im Rahmen des Film-&Vision-Schul-Contests. Foto: pr

DREHARBEITEN zu „The real Life of Egon Schuter“: Der Film entstand 2014 im Rahmen des Film-&Vision-Schul-Contests. Foto: pr

 

Max-Planck-Schüler lernen mit Profis das Filmemachen

Wie könnten Zombies jenseits üblicher Klischees aussehen? Eine solche Frage als Hausaufgabe bekommen Schülerinnen und Schüler nicht alle Tage. Der sie stellte, ist aber auch kein gewöhnlicher Lehrer, sondern Filmemacher und Medienpädagoge Holger Metzner. Und mit dem Karlsruher Film- & Vision-Schul-Contest steckt ein Projekt dahinter, das mit normalem Unterricht nichts zu tun hat.

Zum fünften Mal laden die Jugendstiftung der Sparkasse Karlsruhe und das Filmboard Karlsruhe Gymnasiasten dazu ein, in die Welt des Filmemachens einzutauchen, Grundlagen und Berufe der Branche kennenzulernen und einen Kurzfilm nach eigenen Ideen zu drehen. Nicht allein, sondern mit Profis. Hauptakteure vor und hinter der Kamera für die Schulsystem-Persiflage mit dem Titel „Wären doch bloß alle Schüler Zombies!“ sind Achtklässler des Rüppurrer Max-Planck-Gymnasiums.

Was sie in den nächsten Monaten und bis zur Premiere ihres Werks am 3. April auf dem Independent Days Filmfestival im Schauburg-Kino erwartet, erfuhren die Jugendlichen und ihre Lehrerein Katrin Fuchsloch jetzt bei beim offiziellen Auftakt für den Kreativprozess in den Räumen der Sparkasse. „Wichtig ist, dass ihr Lust habt, Sachen auszuprobieren“ ermutigte Metzner, dazu gehöre „auch mal Quatsch“.

Ob Drehbuch, Schauplätze, Proben, Drehplan, Filmmusik, Ausstattung, Budget oder Auswahl der Darsteller – alles will gut geplant und koordiniert sein. Jugendliche schauten zwar regelmäßig Filme, aber nur wenige ahnten, „wie mühsam der Weg zum fertigen Produkt ist“, sagte Filmboard-Chef Dr. Oliver Langewitz. Das lernen sie jetzt. Bekommen dafür von Schuldirektor Uwe Müller („Ich bin jetzt schon ein bisschen stolz auf euch“) sogar zwei Tage unterrichtsfrei. Auch Sparkassendirektor Marc Sesemann war angetan und bedauerte, dass es „solche Angebote in meiner Jugend noch nicht gab“. -maf-

 
 

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