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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Januar 2016

Erinnerungskultur: Verbrechen werden genannt

KOMMENTIERT: OB Dr. Frank Mentrup begutachtete die Stele zum Denkmal der 35. Infanteriedivision mit Vorgänger Heinz Fenrich. Foto: Fränkle

KOMMENTIERT: OB Dr. Frank Mentrup begutachtete die Stele zum Denkmal der 35. Infanteriedivision mit Vorgänger Heinz Fenrich. Foto: Fränkle

 

Eine Erinnerungsstele kommentiert nun das Denkmal der 35. Infanterie-Division auf dem Grünstreifen zwischen südlicher und nördlicher Hildapromenade beim Haydnplatz. Mitglieder der auch in Karlsruhe angesiedelten Division beteiligten sich an Kriegsverbrechen. Das schlimmste geschah in der Nähe des Dorfes Osaritschi in Weißrussland, wo 1944 etwa 9000 Zivilisten starben.

Bei der Enthüllung vor zahlreichen Gästen betonte OB Dr. Frank Mentrup am Mittwoch, dass die Stele „deutlich auf die Verbrechen hinweist und sich die Stadt von der seinerzeitigen Genehmigung des Denkmals distanziert, mit der die Stadtverwaltung in den 1950er/60er-Jahren den Wünschen ‚Alter Kameraden‘ bereitwillig entgegen gekommen war“. Bei der abendlichen  Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus sprach Prof. Christian Gerlach, der die Verbrechen aufgedeckt hatte, über  die „Welt der 35. Infanteriedivision“. -cal- 

 
 

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