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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Januar 2016

Flüchtlinge: Mit der Hilfe von Paten

Foto: Fränkle

Foto: Fränkle

 

Neues Projekt zur Integration junger Flüchtlinge

Die Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen zählt zu den wichtigen politischen und gesellschaftlichen Aufgaben der nächsten Zeit. Das Internationale Begegnungszentrum (ibz), Kaiserallee 12 d, leistet bereits seit vielen Jahren integrationsfördernde Arbeit.

Nun hat die 1995 gegründete Einrichtung, die von Karlsruher Institutionen und Vereinen getragen wird, ein neues maßgeschneidertes Projekt für Jugendliche und junge Heranwachsende mit Migrationsgeschichte vorgestellt. Insbesondere unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen davon profitieren.

Aufbauend auf den Erfahrungen des Patinnenprojekts für Frauen sollen nun jungen Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren Paten zur Seite gestellt werden, die ihnen helfen, Deutsch zu lernen und als Kulturdolmetscher das Einleben in Karlsruhe erleichtern. Das „PatInnenprogramm zur Integration jugendlicher und junger Heranwachsender“ ist zunächst auf drei Jahre angelegt und hat die Agentur für Arbeit sowie die Industrie- und Handelskammer als Kooperationspartner gewonnen. Gefördert wird das Projekt durch die „Deutsche Fernsehlotterie“. So wird es auch möglich sein, jemanden einzustellen, der Stärken-Schwächen-Profile für die passgenaue Vermittlung eines Ausbildungsplatzes erstellt.

„Viele Jugendliche kommen auf uns zu, weil sie Probleme mit der Sprache haben. Aber auch Lehrer haben uns angesprochen, weil sie überfordert sind“, erzählt Dr. Iris Sardarabady (ibz-Geschäftsführung). Auf der anderen Seite hätten bereits pensionierte Lehrer, aber auch Schüler und Studenten schon ihre Hilfe angeboten. Das ibz bringt die jugendlichen Zuwanderer und Flüchtlinge sowie die ehrenamtlichen Helfer dann in 1:1-Betreuungs- beziehungsweise Kontaktverhältnissen zusammen. Los geht es im April. Wer Interesse am Projekt hat, kann sich per Mail an info@ibz-karlsruhe.de melden. -res-

 
 

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