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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Januar 2016

Gemeinderat: Für Wahlfreiheit

 

Passgenaues Angebot für jede Grundschule finden

Einen „bedarfsgerechten Ausbau der Grundschulen“ verlangte Renate Rastätter in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Die Grünen hatten eine „kindgerechte pädagogische Ausgestaltung der Ganztagsgrundschulen in Karlsruhe“, unter anderem mit der so genannten Rhythmisierung beantragt.

Bei letzterer, die „am wichtigsten“ sei, sollen sich Lern-, Kreativ- und  Erholungsphasen im Tagesablauf abwechseln. Dafür wollen die Grünen ein Konzept für ein Wahlangebot zwischen erstens verbindlichen Ganztagesgrundschulen mit einer Teilnahme aller Schülerinnen und  Schüler am Ganztag, zweitens der Wahl zwischen eigenständigen Ganz- und Halbtagsgrundschulen sowie drittens Halbtagsgrundschulen, ergänzt durch freiwillige Betreuungsangebote oder Hort.

Die gewünschte Bestandsaufnahme, an welcher Grundschule welche Form passt, sicherte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup samt Behandlung im Schulbeirat mit Zustimmung des Gremiums zu.  Außerdem sollten die Schulen ermuntert werden, von der so genannten Monetarisierung Gebrauch zu machen, also der Umwandlung von Lehrerstellen zugunsten von Aufwandsentschädigungen für Unterrichtende aus Vereinen, Musikschulen oder der Jugendhilfe.

Rastätter hatte den Antrag auch mit einer sich einschleichenden „Teilrhythmisierung“ begründet. Diese Mischform  wollten die Schulen aber nicht. Sie zögen klar definierte Züge vor. Und die Eltern prüften genau, ob es sich um echte Ganztagesangebote handle. Für die CDU stimmte Bettina Meier-Augenstein zu, da die „Rhythmisierung in vielen Fällen nicht funktioniert“. Sie fand ein pädagogisches Konzept, Wahlfreiheit und die Kooperation mit Vereinen wünschenswert, ebenso wie Sibel Uysal (SPD). Die Schulen bräuchten Unterstützung bei der Finanzierung von Zusatzangeboten, so Uysal.

Auch bei der Einbindung von Vereinen gebe es feste, zudem oft sehr engagierte Bezugspersonen für die Kinder, ergänzte Erik Wohlfeil (KULT). „Freiheit für alle Eltern und Schüler bei der Wahl der Schulform“ forderte Karl-Heinz Jooß (FDP). Die Schulen sollten ohne Regulierung vor Ort selbst entscheiden, der Antrag sei unnötig.  Dank an die Grünen kam von  Dr. Paul Schmidt (AfD). Das Konzept Ganztagsgrundschule könne in vielen doppelzügigen Schulen nicht funktionieren, eine Ganztagsgrundschule „light“ sei abzulehnen: „Wir sind gespannt, was  rauskommt.“  -cal-

 
 

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