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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Januar 2016

Gemeinderat: Plan soll Durlach vor Trading Down schützen

Foto: Fränkle

Foto: Fränkle

 

Die Raumplanung bezeichnet den Entwicklungstrend in einem Stadtteilzentrum vom vollständigen Angebot mit pulsierendem Leben hin zu zunehmenden Leerständen und ausbleibender Kundschaft mit dem Begriff Trading Down. Neben Leerständen sind auch vermietete Gewerbeeinheiten in den Fällen Anzeichen für einen Trading-Down-Effekt, in denen ihre Nutzung nicht zur Nachfrage und zum Angebot des Standorts passen.

Dann können diese Geschäfte und Läden zu Leerständen werden, oder es können im Laufe der Zeit Billiganbieter wie etwa Ein-Euro-Shops, Spielhallen, Diskotheken, Bordelle und andere Vergnügungsstätten die bisherigen hochwertigen Angebote ersetzen. In Durlach will die Stadt den Trading-Down-Effekt, der zu einer urbanen Verödung des historischen Stadtkerns (unser Bild) und der angrenzenden Quartiere und letztlich einem Imageverfall des gesamten Standorts führen würde, mit dem Instrumentarium des Planungsrechts verhindern. Sie hat deshalb das Verfahren zum Bebauungsplan „Innenbereich Karlsruhe-Durlach“ eingeleitet. Dieses Planwerk soll die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Durlacher Kerns zu einem attraktiven Wohnstandort mit einem verträglichen Nebeneinander von Innenstadtfunktionen schaffen.

Mit seinem mit übergroßer Mehrheit bei einer Enthaltung gefassten Beschluss zur öffentlichen Auslegung des Entwurfs brachte der Gemeinderat am Dienstag den Bebauungsplan, der unter anderem Vergnügungsstätten nur noch im Mindestabstand von 250 Metern zueinander zulässt, einen Schritt weiter auf den Weg. -trö-

 
 

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