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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. Januar 2016

Soziales: Ein Pflegeheim zum Wohlfühlen

IST DAS NICHT SCHÖN HIER? Überzeugt vom Gelingen waren (von links) Martin Lenz, Angela Geiger, Prokuristin Clarissa Simon, Gustav Holzwarth, Reiner Kuklinski und Heimleiter Marek Picha. Foto: Fränkle

IST DAS NICHT SCHÖN HIER? Überzeugt vom Gelingen waren (von links) Martin Lenz, Angela Geiger, Prokuristin Clarissa Simon, Gustav Holzwarth, Reiner Kuklinski und Heimleiter Marek Picha. Foto: Fränkle

 

AWO eröffnet Seniorenzentrum Knielingen und stellt Elterntreff Mühlburg vor

Die gängigen Pflegestationen sucht man im neuen Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO) vergebens. Stattdessen leben Bewohnerinnen und Bewohner in familienähnlichen Hausgemeinschaften mit Rundumbetreuung und Wohnküche als Mittelpunkt.

„So viel Hilfe wie nötig – so viel Selbstständigkeit wie möglich“, lautet die Maxime des im September eröffneten Hauses mit Wohlfühlcharakter, das nun offiziell übergeben wurde. Bauherrin und Eigentümerin des dreigeschossigen Objekts mit Garten und Innenhof ist die Volkswohnung, Pächter die AWO. Einzelzimmer, eine Vorgabe der novellierten Landesheimbauverordnung, sind selbstverständlich, ebenso Internet, TV und Schwesternruf.

Wer will, kann an der Gemeinschaft teilhaben und vielerlei Angebote wie Singen, Kochen, Physiotherapie, Fußpflege oder Friseur nutzen, muss es aber nicht. „Die Resonanz ist groß“, berichtete AWO-Geschäftsführer Gustav Holzwarth bei der Feier im Mehrzweckraum, 40 der 66 Pflegeplätze in elf Wohngruppen seien bereits belegt. Längst könnte das Zentrum ausgebucht sein, „hätten wir genügend Fachkräfte“.

Das Heim in der Sudetenstraße 45 ist das fünfte und modernste in Regie der AWO. Die älteren Einrichtungen nachzurüsten und den aktuellen Anforderungen anzupassen betrachtet Holzwarth als „Herkulesaufgabe“. Die Aufsichtsratsvorsitzende der AWO, Angela Geiger, appellierte deshalb an die Politik. Sie habe dafür zu sorgen, dass die Plätze bezahlbar bleiben. Mit Volkswohnung und AWO „war wieder mal ein starkes Team am Start“, lobte Bürgermeister Martin Lenz das Ergebnis bewährter Zusammenarbeit.  Auch Volkswohnungschef Reiner Kuklinski zeigte sich ob der geglückten Quartiersentwicklung im Konversionsgebiet Knielingen 2.0 zufrieden, Miet- und Eigentumshäuser seien fertig, sämtliche Baugrundstücke verkauft.

Nicht nur ältere, auch jüngere Zielgruppen hat die AWO im Auge. Kurz nach Eröffnung der Seniorenresidenz lud der Verband Presse und Bürgermeister zum „Elterntreff Mühlburg“, den sie seit dem Schuljahr 2014/2015 in Trägergemeinschaft mit dem städtischen Büro für Integration betreibt und deren Konzept sie gemeinsam mit Integrationsbeauftragter Meri Uhlig vorstellte. Im Kinder- und Jugendhaus am Fliederplatz sind Eltern, Mütter, Frauen und ihre Kinder mit und ohne Migrationshintergrund willkommen. Eine Sozialpädagogin steht ihnen bei allen Fragen beratend und unterstützend zur Seite. -maf-

 
 

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