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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. März 2016

Erinnerungskultur: Schweigen durchbrechen

 

Verlegung von 15 Stolpersteinen für Euthanasieopfer

Nach der Enthüllung einer Infotafel zu Opfern der Euthanasie auf dem Hauptfriedhof (siehe dazu Beitrag Seite 5) und dem Vortrag des Historikers, Politologen und Journalisten Götz Aly zum Thema „Die Belasteten – Euthanasie 1939 bis 1945“ will jetzt eine weitere Aktion in Karlsruhe das Schweigen zu den von den Nationalsozialisten ermordeten Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung durchbrechen.

Auf Initiative der Koordinierungsgruppe Stolpersteine im Förderverein für Stadtgeschichte, der Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung sowie der Evangelischen und Katholischen Kirche und des Vereins „Gegen Vergessen - für Demokratie“ verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig am kommenden Freitag, 18. März, insgesamt 15 Stolpersteine für Opfer der Euthanasie auf dem Gehsteig vor deren letztem bekannten Wohnsitz.

An den einzelnen Stationen verlesen Schülerinnen, Theologen, Bewohner von Wohnheimen der Lebenshilfe und weitere Karlsruherinnen und Karlsruher Kurzbiografien der jeweiligen Opfer. Der Aktion, die um 9.15 Uhr im Ligusterweg 1 in Rüppurr beginnt und um 14.15 Uhr vor der Cäciliastraße 6 in Beiertheim endet, schließt sich um 16.30 Uhr ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der Kleinen Kirche in der Kaiserstraße an. Infos: stolpersteine-karlsruhe.de. -trö-

 
 

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