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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. März 2016

Jahresbauprogramm 2016: Schwerpunkte liegen im Westen

VOR DER SCHAUFEL: In der Ebertstraße stehen umfangreiche Arbeiten  auf dem Programm, die bis Ende Oktober in mehreren Abschnitten zu Sperrungen und Umleitungen führen. Foto: Fränkle

VOR DER SCHAUFEL: In der Ebertstraße stehen umfangreiche Arbeiten auf dem Programm, die bis Ende Oktober in mehreren Abschnitten zu Sperrungen und Umleitungen führen. Foto: Fränkle

VOLLENDET: Im Bauprogramm 2015 bauten die Verkehrsbetriebe die Haltestelle Kronenplatz in der Fritz-Erler-Straße barrierefrei aus. Foto: Fränkle

VOLLENDET: Im Bauprogramm 2015 bauten die Verkehrsbetriebe die Haltestelle Kronenplatz in der Fritz-Erler-Straße barrierefrei aus. Foto: Fränkle

 

Großprojekte Ebertstraße und Weinbrennerplatz mit Kriegsstraße / Weniger Baustellen als 2015

Insgesamt 430 Bauvorhaben im öffentlichen Raum stehen 2016 in Karlsruhe auf dem Programm, damit über 100 weniger als im Rekordbau- und Jubiläumsjahr 2015. Anstehende Projekte und deren Auswirkungen auf den Verkehr stellte Baudezernent Michael Obert mit Experten des Tiefbauamts Anfang der Woche den Medien vor.

Mit der Karlsruher Schieneninfrastruktur Gesellschaft (KASIG), der Deutschen Bahn AG, dem Regierungspräsidium oder den Stadtwerken sind auch 2016 eine ganze Reihe von unterschiedlichen Bauträgern in der Fächerstadt am Werk. Nur ein Viertel der Projekte fällt in Verantwortung des städtischen Tiefbaumt. Die Koordinierung der Baustellen „aber zu 100 Prozent“, unterstrich Obert die neben der eigenen Tätigkeit in Sachen Bauen und Sanieren wesentliche Aufgabe der städtischen Dienstelle. Um die zu bewerkstelligen, ist vor allem Jürgen Lohmeyer gefragt. Taktung der Vorhaben, Abstimmen der Bauträger und Einzelmaßnahmen untereinander, Lösungen finden, die Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehr möglichst gering halten: Wie dieses Feintuning in der Praxis funktioniert, erläuterte der Baustellenmanager und -koordinator im Tiefbauamt am Beispiel des Umbaus der Durlacher Marstallstraße.

Seine Schwerpunkte setzt das Baustellenprogramm 2016 allerdings ein gutes Stück weiter im Westen. „Ebertstraße mit dem Gebiet um den Hauptbahnhof und Weinbrennerplatz mit westlicher Kriegsstraße“ nannte Tiefbauamtschef Gerhard Schönbeck als Haupttätigkeitsfelder dieses Jahres. Auf dem einen geht es bereits in wenigen Tagen los. Am Montag, 14. März, beginnen Verkehrsbetriebe, Tiefbauamt und Stadtwerke mit dem barrierefreien Ausbau der Haltestelle Ebertstraße. Die dafür bis Ende Oktober angesetzten Arbeiten umfassen zudem die Umgestaltung des umliegenden Straßenraums sowie die Sanierung des Belags in den Kreuzungen der Ebertstraße mit Beiertheimer Allee, Schwarzwaldstraße und Karlstraße. Im ersten Abschnitt steht zunächst die Erneuerung des Belags von der Einmündung der Beiertheimer Allee bis zur Gleisanlage der Ebertstraße auf dem Programm.

In der Schwarzwaldstraße kommt es wegen des Anschlusses der Busausfahrt hinter dem Hauptbahnhof durch das Tiefbauamt und des Einbaus einer Fernwärmeleitung durch die Stadtwerke von Mitte April bis Oktober zu Behinderungen. Frohe Kunde gibt es indes für die Bewohner des Weiherfelds. Die Deutsche Bahn will die über drei Jahre lang gesperrte Unterführung Richtung Beiertheim ab dem 1. April wieder für den Verkehr freigeben.

Am Weinbrennerplatz, in Schillerstraße und Kaiserallee wechseln die Verkehrsbetriebe im Juli und in den Sommerferien Gleise aus, darüber hinaus arbeiten die Stadtwerke in dieser Zeit am Weinbrennerplatz an Wasserleitungen. Und „in vier Bauabschnitte strukturiert“, so Lohmeyer, bringt das Tiefbauamt in der westlichen Kriegsstraße zwischen Körner- und Wichernstraße von Juli bis September Flüsterasphalt auf. Obert: „Mit dieser Lärmschutzmaßnahme stehen wir bei den Anwohnern im Wort“. Behinderungen für den Verkehr gibt es auch bei Schienenverlegung und Sanierung des Brückenbelags in der Honsellstraße (2. Juli bis 7. August) und auf der Südtangente ab August bei Reparaturen an der Albbrücke in Höhe Knielingen.

In Sachen Kombilösung steht für den Umbau der Kriegsstraße - vorbehaltlich des vom Bund erwarteten Finanzierungsbescheids – am 8. Mai der Abbruch der Fußgängerbrücke Ritterstraße mit Vollsperrung der Kriegsstraße am „Abbruchsonntag“ auf dem Programm.

Am Mühlburger Tor gehen indes die Arbeiten an Straßen, Geh- und Radwegen und zur Verlegung der oberirdischen Gleise auf die Zielgerade. Am Montag, 14. März, fällt der Startschuss zur Wiederherstellung des früheren Aussehens, die bis Herbst kleinere Einschränkungen für den Verkehr mit sich bringt. Größere Behinderungen gibt es dagegen ab 2. April im Osten. Dann steht zwischen Durlach und Grötzingen die Sanierung der Fahrbahn am Knoten von B3 und B10 an.

Im Pressegespräch blickte Obert auch auf das umfangreiche Bauprogramm 2015 zurück. In dem hatten die Verkehrsbetriebe zum 300. Stadtgeburtstag den niveaugleichen Ausbau der Haltestelle Kronenplatz in der Fritz-Erler-Straße geschultert, hatte „Giulia“ den Tunnel unter der Kaiserstraße gegraben, im Sanierungsgebiet Mühlburg bekamen Rheinstraße und Wichernstraße ein neues Outfit. Und aktuelle Informationen zu Baustellen, Behinderungen und Umleitungen in der gesamten Region gibt das ebenfalls 2015 entstandene Mobilitätsportal im Internet auf www.mobilitaet.trk.de. -trö-

 
 

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