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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. März 2016

Kliniken: Auf Patientenzahl reagiert

Notfallaufnahme im Klinikum wurde neu strukturiert

Die Notfallversorgung am städtischen Klinikum beruht jetzt auf drei Säulen. In unmittelbarer Nachbarschaft der Zentralen Notaufnahme (ZNA) konnte gleichsam Tür an Tür, von zwei Klinikums-Ärzten betrieben, eine Art Hausarztpraxis eingerichtet werden. Und in den gleichen Räumen ist jetzt die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung zu finden, die zum 1. Februar dorthin umgezogen ist.

Einem bundesweiten Trend folgend, sind die Fallzahlen in der ZNA von 2009 bis 2015 von 37.000 auf immerhin 47.000 angestiegen. Nur etwa 35 Prozent der Patienten in der ZNA werden stationär aufgenommen. Die meisten anderen kommen lediglich mit geringeren Wehwehchen und wären nicht selten besser beim Hausarzt aufgehoben. Daher hat das Klinikum jetzt das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) mit hausarztähnlicher Behandlung eingerichtet. Bürgermeister Klaus Stapf, der ärztliche Klinikumschef Prof. Dr. Hans-Jürgen Hennes, der stellvertretende Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Dr. Johannes Fechner, sowie der Vertreter der niedergelassenen Ärzte, Dr. Michael Kästel, begrüßten die Neuordnung. Stapf versicherte bestimmt: „In Karlsruhe wird kein Patient abgewiesen.“
Je nach Schwere der Erkrankung und Tageszeit werden die Patienten einer der drei Säulen zugewiesen. Die Ärzte im MVZ sagten ausdrücklich zu, dass sie keine Konkurrenz für die eigentlichen Hausärzte sein wollten. -erg-

 
 

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