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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. März 2016

Kliniken: Grundstein für neues St. Vincentius-Krankenhaus

SEGEN VOM ERZBISCHOF: Grundsteinlegung für Vincentius-Neubau mit Sozialministerin Altpeter (4.v.r.) und OB Mentrup (3.v.r.). Foto: Fränkle

SEGEN VOM ERZBISCHOF: Grundsteinlegung für Vincentius-Neubau mit Sozialministerin Altpeter (4.v.r.) und OB Mentrup (3.v.r.). Foto: Fränkle

 

Erzbischof Stephan Burger erteilt den Segen / Altbau in der Steinhäuserstraße kann nicht saniert werden / Nach zweitem Bauabschnitt Umzug aus Südendstraße

Das St. Vincentius-Klinikum in der Südweststadt, ein Krankenhaus in katholischer Tradition und Trägerschaft, steht vor bedeutenden baulichen Veränderungen, mit denen schließlich beide zurzeit betriebenen Häuser in der Steinhäuser- und in der Südendstraße weichen.

Der Abriss des aus den 1970er Jahren stammenden Baus in der Steinhäuserstraße ist bereits beschlossene Sache. Dazu entsteht hinter dem derzeitigen Haus für die geschätzte Bausumme von 180 Millionen Euro - hinzu kommen rund zwölf Millionen für anzuschaffendes Inventar - ein Neubau. Dessen Grundstein wurde vorige Woche gelegt. Dazu war eigens Erzbischof Stephan Burger aus Freiburg gekommen, um dem Bau seinen Segen zu geben. Vorher war Burger Zelebrant eines Festgottesdienstes. Auch die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter und OB Dr. Frank Mentrup haben auf den Grundstein geklopft.

Der Neubau wird notwendig, erläuterten der Vorstandsvorsitzende der St. Vincentius-Kliniken, Richard Wentges, und Vorstand Prof. Dr. Jürgen Biscoping, weil der Altbau in der Steinhäuserstraße in vielerlei Hinsicht nicht mehr den modernen medizinischen, brandschutzrechtlichen und sonstigen Bedingungen entspricht. Er müsste im laufenden Betrieb zu sehr hohen Kosten grundlegend saniert werden. Da war es günstiger, in unmittelbarer Nachbarschaft einen Neubau zu errichten, den das Klinikum etwa im Jahr 2019 beziehen möchte.

In einem zweiten, allerdings noch nicht terminierten Bauabschnitt soll dann auf dem Gelände des derzeitigen Hauses in der Steinhäuserstraße ein Ersatz für den Bau in der Südendstraße errichtet werden, damit alle Vincentius-Abteilungen räumlich beieinander liegen.

Den jetzt gestarteten Neubau, der aus dem Krankenhausbau-Förderprogramm 2016 des Sozialministeriums bezuschusst wird, hat nach einer europaweiten Ausschreibung das Dresdener Architekturbüro „Wörners Trawler Richter“ entworfen, ein „Sechser im Lotto“, wie Biscoping euphorisch meinte. Martin Richter, geschäftsführender Gesellschafter des Büros, gab das Kompliment mit der Bemerkung zurück, Architekten könnten nur so gut sein, wie es der Bauherr zulässt.

Der luftige Bau mit hochwertigen Materialen umfasst 13 von allen Disziplinen zu nutzende OP-Säle. In unmittelbarer Nähe wird eine Intensivstation mit 15 Plätzen eingerichtet. In 192 Zimmern mit einem oder zwei Betten wird es insgesamt 341 Betten geben. Auf dem Dach wird der Rettungshubschrauber „Christoph 43“ einschließlich Hangar und Betankungsanlage stationiert sein, dazu kommt ein zweiter Hubschrauber-Landeplatz. -erg-

 
 

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