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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. März 2016

Kundgebung des StJA: Hass und Hetze die rote Karte

KLARES SIGNAL: Von einer wehrhaften Demokratie und von Mitverantwortung für Menschen, die vor Krieg, Hunger und Unrecht fliehen, sprach OB Mentrup bei „Schluss mit Hass und Hetze“. Foto: Fränkle

KLARES SIGNAL: Von einer wehrhaften Demokratie und von Mitverantwortung für Menschen, die vor Krieg, Hunger und Unrecht fliehen, sprach OB Mentrup bei „Schluss mit Hass und Hetze“. Foto: Fränkle

 

Einstehen für Grundwerte

Über 300 Karlsruherinnen und Karlsruher zeigten am vergangenen Samstag erneut Flagge für Demokratie und Vielfalt, beteiligten sich an einer Kundgebung, die der Stadtjugendausschuss (StJA) für das „Netzwerk gegen Rechts“ beim Platz der Grundrechte organisierte.

„Schluss mit Hass und Hetze“ lautete das Motto, unter dem sich Bürgermeister, Mitglieder des Gemeinderats, die Dekane der Evangelischen und Katholischen Kirche, Vertreter von Parteien, Verbänden, Gewerkschafen und Initiativen mit Bürgerinnen und Bürgern versammelten. So setzten sie ein beeindruckendes Zeichen lebendiger Vielfalt gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Anlass zum bunten und friedlichen Schulterschluss war eine Kundgebung, zu der kurz darauf nicht einmal drei Dutzend Rechtsextremer direkt daneben zusammenkamen und im Anschluss daran in einem Aufzug durch Straßen der nordwestlichen Innenstadt marschierten. „Karlsruhe wehrt sich“ lautete deren Motto.

„Ein perfider Titel“, betonte OB Dr. Frank Mentrup als Hauptredner bei der Kundgebung des StJA. Für rechtes Gedankengut sei kein Platz in der Stadt, der es immer gut gegangen sei, wenn sie Rassismus und Engstirnigkeit die rote Karte gezeigt und „mit Offenheit und Neugier“ auf Herausforderungen reagiert habe. Als Beispiel dafür nannte der OB die Integrationsleistungen der Stadt, spannte den Bogen von den „Brigande“ der Gründerzeit über die rechtlose Bevölkerung des „Dörfle“, die Heimatvertriebenen und Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg und die Gastarbeiter im Wirtschaftswunder bis zu den Russlanddeutschen und den Flüchtlingen vor Krieg und Terror. „Auch wir tragen Mitverantwortung für die Flüchtlinge“, unterstrich Gisela Konrad-Vöhringer (Netzwerk gegen rechts) vor dem Hintergrund wachsender Rüstungsexporte. Und Elwis Capece (Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten) forderte, „Zivilcourage gegen rassistische Ressentiments“ zu zeigen. -trö-

 
 

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