Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. März 2016

Messe: E-Ticket ist die Zukunft

KA-MOBIL: Auch das Tiefbauamt war auf der IT-Trans präsent, um die von der PTV Group entwickelte App zu bewerben. Foto: PTV

KA-MOBIL: Auch das Tiefbauamt war auf der IT-Trans präsent, um die von der PTV Group entwickelte App zu bewerben. Foto: PTV

 

IT-Trans mit neuem Rekord und KVV-Forum

Wenn es um den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) geht, ist Karlsruhe Weltspitze. „Nicht nur wegen des ‚Karlsruher Modells‘, sondern auch wegen der Industrie“, wie Jochen Georg von der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) betonte. So wundert es nicht, dass die IT-Trans, eine Messe für IT-Lösungen im ÖPNV, die vergangene Woche zum fünften Mal stattfand, mit mittlerweile 207 Ausstellern aus 34 Ländern und rund 5000 Gästen, ein Plus von 36 Prozent, weltweit führend ist.

In diesem Rahmen lud der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) zu einem KVV-Forum, in dem die Anwesenden einen visionären Blick in die Zukunft des ÖPNV bekamen. „Wir sind eine Region der Mobilität. Die Arbeit mit der Region kann den KVV weiter nach vorne bringen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, und der Verkehrsminister von Baden-Württemberg, Winfried Hermann, ergänzte: „Der KVV ist ein innovativer Verband. Der ÖPNV steht vor einem großen Entwicklungssprung.“

Dabei müsse man aber den Spagat zwischen kundenfreundlicher Datennutzung und Datenschutz finden, so Hermann weiter. Der Verkehrsminister merkte ferner an, dass das Land mit 22 Verbünden sehr viele habe und es entsprechend viele Einzellösungen gebe. Hier müssten große und kleine Verbünde enger zusammenarbeiten.

Perspektivisch soll das bedeuten, dass man beim Ticket-Kauf nicht mehr an den Verbund angewiesen ist, also ein Ticket für die gesamte Reise hat, nicht länger mehrere. Dafür müssen die Apps der regionalen Verbünde überall gelten, damit etwa jeder in Freiburg oder Stuttgart sich auch eine Karte mit der KVV-App kaufen kann.
Generell war das E-Ticket eines der großen Themen auf der Messe. Und es soll in den nächsten Jahren immer weiter ausgebaut werden, da dies einen Barriereabbau bedeute, wie Hermann sagte.

Neben dem E-Ticket bleibt für KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon das autonome Fahrzeug ein wichtiger Punkt. Seine Idee ist es, dass selbstfahrende Busse mit dem Smartphone gerufen werden können und diese den Gast dann zur nächsten Haltestelle fahren. „Karlsruhe hat sich als Testfeld in Baden-Württemberg beworben. Wenn wir nicht überholt werden wollen, müssen wir in den nächsten zwei bis drei Jahren starten.“ -jäm-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe