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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. März 2016

Soziales: Auf Teilhabe aller Kinder achten

Jugendhilfeausschuss: Betreuung während der Ferien und Platzplanung in Horten

Betreute Ferienplätze sind heiß begehrt. Wie sehr der Bedarf gestiegen ist, verdeutlichen Zahlen des Jugendfreizeit- und Bildungswerks. Die Einrichtung des Stadtjugendausschusses (StJA) hat ihre „Ferien ohne Koffer“ von 690 Plätzen im Jahr 2000 auf rund 3 200 Plätze im Jahr 2015 erweitert, kooperiert in der schulfreien Zeit mit Partnern in den Stadtteilen und macht stadtweite Angebote wie die Kinderspielstadt Karlopolis oder Zirkusferien im Otto-Dullenkopf-Park.

Wie das erfolgreiche Konzept weiterentwickelt werden soll, erläuterte StJA-Geschäftsführerin Elisabeth Peitzmeier kürzlich vor dem Jugendhilfeausschusses unter Vorsitz von Bürgermeister Martin Lenz. Einen schnellen Überblick gibt seit kurzem das internetbasierte „Karlsruher Ferienportal“, das Offerten der Jugendverbände bündelt und auf dem sich nach dem Testlauf weitere Akteure versammeln. Mehr und mehr nachgefragt würden laut Peitzmeier inklusive Angebote, sie reichten aber nicht. Das Thema bedürfe „großer Anstrengungen“, könne vom Stadtjugendausschuss „nicht alleine bewältigt“ und müsse an einem runden Tisch aller Anbieter gelöst werden.

Notwendig seien auch zusätzliche Finanzmittel, damit Kinder aus armen Familien und solche mit Fluchterfahrung von „Ferien ohne Koffer“ profitierten. Lob und Unterstützung signalisierte die Politik. Die Kosten für Ferienbetreuung seien „enorm“, wollte SPD-Stadträtin Yvette Melchien auf weitere Steigerungen ein Auge haben.  Auch Renate Rastätter (Grüne) sah „Luft nach oben“, die Angebote müssten für alle gleichermaßen nutzbar sein. Für „extrem wichtig“ hielt Detlef Hofmann (CDU) die Ferienangebote und begrüßte die geplante Evaluation.

Zugestimmt hat der Ausschuss auch Maßnahmen für mehr Planungssicherheit für Eltern und Träger bei der Bereitstellung von Hortplätzen. So wird es künftig einen Anmeldestichtag geben, die Daten sollen mit anderen Betreuungsangeboten abgeglichen werden, und ab dem Schuljahr 2016/17 beschränken sich Hortverträge auf die Grundschulzeit.

Letztmals im Ausschuss zugegen war Josef Seekircher. Der Leiter der Sozial- und Jugendbehörde und „Architekt der sozialen Stadt Karlsruhe“, so Lenz würdigend, geht in den Ruhestand und wird noch vor Ostern verabschiedet. -maf-

 
 

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