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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. April 2016

Entwässerung: Haus vor Überflutung schützen

EIGENTÜMER sind für die fachgerechte Entwässerung selbst verantwortlich und müssen Vorsorge treffen. Grafik: Tiefbauamt

EIGENTÜMER sind für die fachgerechte Entwässerung selbst verantwortlich und müssen Vorsorge treffen. Grafik: Tiefbauamt

 

Durch verantwortliches Handeln größere Schäden bei starkem Regen vermeiden

Bei Starkregen können Keller überflutet werden, wenn sich ein Rückstau im Kanal oder auf der Straße bildet. Aus wirtschaftlichen Gründen können die Kanäle aber nicht für alle Eventualitäten ausgelegt werden. Schäden an Häusern und Grundstücken lassen sich jedoch mindern oder vermeiden.

Das Tiefbauamt weist daher darauf hin, dass Eigentümer nach städtischer Entwässerungssatzung allein für die Unterhaltung und Wartung ihrer Entwässerungsanlagen verantwortlich sind. Es hat die Broschüre „Schutz vor Kellerüberflutungen" erarbeitet. Sie kann beim Tiefbauamt, Lammstraße 7, Zimmer D 347, zu den üblichen Bürozeiten abgeholt werden. Eine telefonische Bestellung ist unter der Nummer 0721/133-7453 möglich. Nach Terminvereinbarung erhalten Interessierte im Einzelfall auch entsprechende Beratung. Infos auch im Internet unter www.karlsruhe.de (siehe rechts).

Abwasseranlagen unterhalb der Straßenoberkante wie etwa von Toiletten oder Waschmaschinen können nur über eine Pumpe entwässert werden. Sinkkästeneinläufe, beispielsweise in Waschküchen oder Heizkellern, müssen durch Rückstauschieber vor Abwasserrückfluss gesichert werden. Sie müssen immer geschlossen bleiben und dürfen nur kurz geöffnet werden, um Abwasser abzulassen. In vielen, insbesondere älteren Häusern fehlen diese Schieber noch. Andere sind lange nicht gewartet worden und funktionieren daher nicht, wenn es darauf ankommt.

Außen liegende Ablaufstellen lassen sich nur schützen, wenn sie mit einer Versickerung versehen sind. Größere tief liegende Flächen müssen über eine Hebeanlage entwässert werden. Das Tiefbauamt weist auch darauf hin, dass Gebäude und Grundstücke durch Oberflächenabfluss von angrenzenden Flächen wie etwa höher liegenden Straßen oder Grundstücken gefährdet werden könnten. Hier ist das mögliche Gefälle zu beachten. Gegen Überflutung von dort hilft ein „bautechnischer Schutzwall", der bei älteren Gebäuden meist vorhanden ist, weil es einst bekannt war, dass sich Straßen bei Starkregen in Bachläufe verwandeln können. Das Tiefbauamt empfiehlt dringend, die vorgeschriebenen Inspektionen und Wartungen bei den Entwässerungsanlagen regelmäßig vornehmen zu lassen und so die Voraussetzung für einen sicheren Betrieb zu schaffen. -red/erg-

 
 

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