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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. April 2016

Kombilösung: Unterirdische Stationen werden immer sichtbarer

ES GEHT VORAN: Etwa 20 Meter des Sabine-Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße waren zu Monatsbeginn ausgebrochen. Foto: KASIG

ES GEHT VORAN: Etwa 20 Meter des Sabine-Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße waren zu Monatsbeginn ausgebrochen. Foto: KASIG

 

Fortschritte über Decken des Gerlinde-Tunnels und bei Vortrieb Südabzweig / Blubbernde Blasen ganz normal

Aushub und Rohbau der künftigen unterirdischen Haltestellen machen bei den Arbeiten an der Kombilösung sichtbare Fortschritte: Unter dem Europaplatz, an der Lammstraße, am Gleisdreieck und unter dem Kronenplatz auf dem Südabzweig werden die unterirdisch errichteten Bauwerke mit dem Aushub immer sichtbarer.

Auch wird die Tunnelröhre zusehends freigelegt oder gar abgebrochen. Am Marktplatz steht indes Ende nächster Woche die Betonage des ersten Abschnitts der endgültigen Sohle an. Schon zu Monatsbeginn haben die Kombi-Bauer mit der Betonage des letzten Sohlenabschnitts im Südkopf der unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor begonnen. Das berichtet die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin zum aktuellen Baustellengeschehen. Dasjenige an der Kriegsstraße zur Verwirklichung des zweiten Elements der Kombilösung hängt wegweisend von der Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Finanzierungsfrage ab.

Hinsichtlich der in offener Bauweise herzustellenden Abschnitte des Gerlinde-Tunnels unter der Kaiserstraße sind die Fortschritte auch von außen erkennbar, denn immer mehr Decken kommen auf die bereits hergestellten Sohlen und Wände. So wird im Tunnelabschnitt zwischen dem Mühlburger Tor und dem Denkmal auf dem Kaiserplatz im Wochentakt ein Deckel nach dem anderen betoniert. Im sich südlich an den Halt Ettlinger Tor anschließenden Abschnitt wird seit vorigem Wochenende die erste Decke betoniert. Auch hier soll es im Wochentakt weitergehen.

Oberirdische Vorhaben

Gleichzeitig laufen oberirdisch die Arbeiten an der Straßenentwässerung, den Straßen- und Gehwegoberflächen am Mühlburger Tor und in der Durlacher Allee weiter: Während am Mühlburger Tor zusätzlich auch an der endgültigen Gleisumfahrung der Rampe und des Kaiserplatzes gearbeitet wird, wurde in der Durlacher Allee die erste Phase des Ziehens der Spundwände auf der Nordseite der Rampe abgeschlossen. Die zweite Phase folgt in den Sommerferien.

Sollte es wieder stärker regnen, müssen Passantinnen und Passanten sich nicht von Blasen bildender, blubbernder oder sprudelnder Luft auf den Bürgersteigen und provisorischen Überwegen in der südlichen Karl-Friedrich-Straße irritieren lassen. Eine völlig normale Folge des dortigen Tunnelvortriebs, der wegen des nahen Grundwassers bei Überdruck erfolgt. Teilweise entweicht er unbedenklich nach oben, erklärt die KASIG. Etwa 20 Meter der Kalotte des Sabine-Tunnels - des oberen, zuerst zu fertigenden Teils der Röhre – sind derweil ins Erdreich gebracht. Die Injektionen von Feststoff und Weichgel im Bereich der Trompete - jener Tunnelteil unter dem Kreuzungsbereich Karl-Friedrich- und Hebelstraße, in dem sich die zweigleisige Strecke unter der Karl-Friedrich-Straße auf drei Gleise in der Station Marktplatz erweitert - zur Vorbereitung des Bodens für den bergmännischen Tunnelausbruch dauern an.

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor sollte dieser Tage der Erdaushub bis auf die Unterkante der Zwischendecke beginnen. Das ist die Ebene, auf der später einmal die Straßenfahrzeuge den Tunnel Kriegsstraße befahren und dabei den darunter in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Stadtbahntunnel kreuzen sollen.
Im Tunnelabschnitt zwischen der Kreuzung Ettlinger und Baumeister- respektive Hermann-Billing-Straße bis zur künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum wird das Erdreich ebenso ausgehoben wie aus der Haltestelle heraus nach Norden. Im sich südlich an die Station Kongresszentrum anschließenden Tunnelabschnitt wird nach wie vor die Sauberkeitsschicht eingefügt, auf der dann die Bewehrung für die endgültige Tunnelsohle errichtet wird. Für diese Woche war der Abbruch der Schottwand angesetzt, die die Station nach Süden vom Tunnel trennte. Von Rampe bis Augartenstraße wird unter anderem auch Spritzbeton auf die Schlitzwände gebracht. -red-/-mab-

 
 

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