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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. April 2016

Ressourcenoptimiertes Gewerbeflächenmanagement: Gewerbegebiet Grünwinkel wird zum Modellquartier

Projektauftakt mit Unternehmern und Nutzern

In den nächsten drei Jahren soll das Gewerbegelände um den Westbahnhof in Grünwinkel zu einem Modellquartier für flächensparendes, innovatives und ressourcenoptimiertes Wirtschaften entwickelt werden. Ein Drittel der dort ansässigen Unternehmen war bereits bei der Auftaktveranstaltung des Projekts am Dienstag vertreten.

„Es ist längst nicht mehr ein reines Gewerbegebiet was sich hier im Laufe der Zeit entwickelt hat“, machte OB Dr. Mentrup deutlich, warum sich das 78 Hektar große Gebiet entlang der Südtangente mit rund 150 ansässigen Unternehmen bestens dazu eignet, um von „Zufälligkeiten“ wegzukommen und modellhafte Entwicklungen aufzuzeigen. Gerade weil Flächen in Karlsruhe nicht beliebig zur Verfügung stehen, gelte es Ideen und Planungen in Gang zu setzen, um Nutzungen zu optimieren, Areale neu zu überplanen, sowie Leerstände und Brachflächen zu aktivieren. Dabei spielen der Klimaschutz, der Energieverbrauch und die Begrünung eine große Rolle.

„Wir sind bereits mitten in der Flächenanalyse“, stellte Veronika Wolf, Geschäftsführerin der mit der Projektleitung beauftragten Zero Emission GmbH, den vorgesehenen Ablauf vor, bei dem der Kommunikation und Kooperation innerhalb des Gebietes große Bedeutung zukomme. Der Netzwerkaufbau soll zudem mit Fachforen und vier Sektoren-Workshops gefördert werden, in denen vor Ort mit den Unternehmen die Problemlagen, Anforderungen und Modelle zur Zusammenarbeit diskutiert werden. Für Oktober ist die Eröffnung eines Quartiersbüros als feste Anlaufstelle vorgesehen und Ende des Jahres sollen erste Ergebnisse auf einer Masterplankonferenz vorgestellt werden.

Aus dem Austausch mit den Eigentümern und Nutzern erhofft sich die Leiterin des Stadtplanungsamts, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, auch wichtige Anhaltspunkte für die weitere städtebauliche Entwicklung. „Das Quartier lebt nicht nur für sich“, weist sie auf viele in der Stadt laufende Prozesse hin, die verknüpft werden müssten. Dazu gehöre die Infrastruktur, wie etwa eine mögliche Aufwertung des Westbahnhofs ebenso wie der Blick auf die Umfeldqualität. „Der Prozess wird mehr Leben ins Gebiet bringen“, erwartet ebenso Barbara Rettenmaier von der Karlsruher Fächer Stadtentwicklungs-KG angesichts der zunehmenden Verknüpfung von Arbeits- und Lebenswelt. „Das Projekt soll eine unterstützende Initiative sein, die einen konkreten Nutzen für die Unternehmen im Gewerbegebiet bringt“, warb der Direktor der Wirtschaftsförderung, Michael Kaiser, bei der Auftaktveranstaltung dafür, den Entwicklungsprozess aktiv zu unterstützen. -fis-

 
 

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