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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. April 2016

Stimmen aus dem Gemeinderat: CDU: Die Zukunft der Europahalle zwischen Events und Schulsport

Detlef Hofmann, CDU-Stadtrat

Detlef Hofmann, CDU-Stadtrat

 

Seit Juni 2014 steht das einstige Prunkstück für Konzerte, Sportveranstaltungen und Events mit über 200 Besuchern aus brandschutztechnischen Gründen nicht mehr zur Verfügung.

Eine Entscheidung über die Europahalle ist zugleich eine Entscheidung über die Zukunft der bisher dort ausgetragenen Veranstaltungen. Eine dauerhafte Verlegung dieser Events in die „Neue Messe“ ist aufgrund organisatorischer Probleme nur schwer machbar und insbesondere auch aus finanziellen Gründen keinem Bürger mehr auf Dauer vermittelbar. Beliebte Highlights wie das Indoor-Meeting, die Turngala oder viele Konzertveranstaltungen können deshalb vorerst, obwohl dadurch auch der Tourismus angekurbelt und Karlsruhe medial kurzfristig präsent ist, künftig möglicherweise nicht mehr in der Fächerstadt stattfinden, ohne dass der überwiegende Teil der Ausgaben durch Sponsoring gedeckt wird.

Unmittelbar mit der Frage ob und wie viel Geld investiert werden soll, ist die Frage verbunden, welchen Weg man grundsätzlich in Bezug auf Sport- und Konzertveranstaltungen in Karlsruhe die nächsten Jahre einschlagen möchte.
Die CDU-Fraktion hat sich den Abwägungsprozess zwischen den verschiedenen Möglichkeiten nicht leicht gemacht. Im Sinne des angeschlagenen Haushaltes und um keine Schnellschüsse zu machen, haben wir uns dazu entschieden, die Europahalle vorerst nur als eine reine Schul- und Bezirkssporthalle, insbesondere für die Leichtathletik, zu nutzen und nur die dringend notwendigen Maßnahmen im Rahmen des laufenden Bauunterhalts zu sanieren.

Auf Dauer ist dies, bei laufenden Unterhaltskosten von cirka. 500.000 Euro jährlich, sicher auch nicht die beste und vor allem die wirtschaftlichste Lösung.
Um langfristig ein sinnvolles Konzept bezüglich der städtischen Veranstaltungsstätten zu haben wurden zusätzlich verschiedene Prüfaufträge verteilt.

Der Sportausschuss wird innerhalb der laufenden Sportentwicklungs-planung eine Empfehlung erarbeiten, mit welchen Sportarten und Veranstaltungen sich der Sport selbst in Karlsruhe nachhaltig positionieren und präsentieren will. Mit Hilfe einer Marktanalyse soll ermittelt werden, welcher Bedarf überhaupt im Bereich kommerzielle Kultur und Konzertveranstaltungen im Hinblick auf Anzahl und Besucherkapazität für Karlsruhe besteht.

Wenn diese Entscheidungen vorliegen müssen langfristig Nägel mit Köpfen gemacht werden. Es muss einerseits gewährleistet werden, dass der Schulsport der sechs städtischen und drei Privatschulen ohne längeren Ausfall durch eventuelle Bauzeiten und bei annehmbaren Betriebskosten sichergestellt wird. Andererseits müssen die erarbeiteten Ergebnisse der Sportentwicklungsplanung und der Marktanalyse bezüglich Konzerte auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft und gegebenenfalls umgesetzt werden. Ob dies dann unter Einbeziehung der Europahalle bzw. mit einem oder mehreren kleineren Neubauten geschehen wird, wird sich in naher Zukunft zeigen.

Detlef Hofmann
CDU Stadtrat

 
 

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