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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. April 2016

Stimmen aus dem Gemeinderat: KULT: Baudenkmäler erhalten

Lüppo Cramer, Vorsitzender KULT-Fraktion

Lüppo Cramer, Vorsitzender KULT-Fraktion

 

Das Franz-Rohde-Haus in der Dragonerstraße ist unbestritten ein architektonisches Kleinod, gebaut von dem renommierten Architekt mit Karlsruher Wurzeln Otto Bartning. Doch dem denkmalgeschützten Gebäude droht nun der Abriss.

Evangelische Stadtmission kann das Pflegeheim im Franz-Rohde-Haus aufgrund neuer Bestimmungen nicht weiter wirtschaftlich betreiben und plant an gleicher Stelle einen Neubau.

Immer wieder stehen stadtbildprägende Gebäude zur Disposition. Wir erinnern an das „Atelierhaus“ in der Sophienstraße, abgerissen für den Neubau der Mensa des Fichtegymnasiums, oder an die Fassade der „Drogerie Roth“ in der Herrenstraße. Aktuell geht es auch um das Ensemble der Eisenbahnerbauten hinterm Hauptbahnhof. Viele Karlsruherinnen und Karlsruher fragen, warum die Stadt solche architektonischen Zeitzeugen nicht schützen kann oder will.

In Karlsruhe fördern Organisationen wie das Architekturschaufenster das Verständnis für Architektur und Stadtplanung. Wir von KULT unterstützen das. Die Berufsverbände der Architekten und Stadtplaner sollten sich aber deutlicher zu Wort melden, wenn es um Abriss und Denkmalschutz geht! Beim Franz-Rohde-Haus weisen darauf bislang vor allem die Bevölkerung und vereinzelt Baufachleute hin.

Unsere Stadt braucht kreative Lösungen, um die wirtschaftlichen Interessen der Eigentümer mit dem Erhalt des gewachsenen Stadtbildes in Einklang zu bringen. Der Erhalt historischer Gebäude benötigt in einer wachsenden Stadt Unterstützung: von der Stadtverwaltung und von der Szene der Architekten und Stadtplaner. Dies gilt gerade in Karlsruhe mit seiner noch jungen Stadtgeschichte!

Lüppo Cramer
Vorsitzender KULT-Fraktion

 
 

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