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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. April 2016

Kultur: Ein bisschen Dada

90 Jahre Gedok: Feier und Ausstellung „Die Wanderin“

Europas größter und traditionsreichster Künstlerinnenverband Gedok feiert sein 90jähriges Bestehen – und die Karlsruher „Zweigstelle“ feiert mit.

Beim Festakt am Samstag, 16. April, um 11 Uhr sprechen in der Markgrafenstraße 14 Gedok-Präsidentin Prof. Ulrike Rosenbach und Bürgermeister Klaus Stapf. Rita Huber-Süß, Karin Huttary, Hanna Jüngling und Ursula Zetzmann sind dazu ein bisschen Dada und zollen dem vor 100 Jahren „Labor für höheren Unsinn“ unterhaltsam Tribut. Ihre Performance aus Musik, Rezitationen, Szenen und Bildern lassen die Revolte gegen die Kunst wiederauferstehen. Ab 13 Uhr gibt es ein internationales Büffet und um 15 Uhr eröffnet die Ausstellung „Die Wanderin – Traum oder Trauma“ mit Texten von Karin Bruder. Bis 8. Mai zeigen zwölf Künstlerinnen Malerei, Collage, Skulptur und Objekte.

Zehn Jahre jünger als Dada ist die Gedok, mit über 2 600 Mitgliedern in 23 Städten Deutschlands ein Frauennetzwerk der ersten Stunde. 1926 in Hamburg von der Jüdin Ida Dehmel unter dem Namen "Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen" (Gedok) gegründet, verstand sie sich als Bindeglied zwischen Künstlerinnen und Öffentlichkeit. Die Gedok Karlsruhe wurde 1950 wiedergegründet, nachdem sie sich 1933 aus Protest gegenüber den nationalsozialistischen Beschränkungen aufgelöst hatte. Seit 1992 verfügt sie über eigene Räume, in denen jährlich etwa sechs Ausstellungen, außerdem Lesungen, Vorträge und Gesprächsreihen stattfinden. -red-/-maf-

 
 

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