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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. April 2016

Verkehr: Mehr Platz für Fußgänger

GEHWEGPARKEN wird neu geregelt, bleibt aber grundsätzlich erlaubt, wenn ausreichend Platz für Fußgänger da ist. Foto: Fränkle

GEHWEGPARKEN wird neu geregelt, bleibt aber grundsätzlich erlaubt, wenn ausreichend Platz für Fußgänger da ist. Foto: Fränkle

 

Offizielle Regelung für Gehwegparken kommt

Eine Runde drehen, und noch eine und noch eine… Die Parkplatzsuche in Karlsruhe ist manchmal ein wahres Geduldspiel. Um den Druck etwas abzulassen duldet die Stadt das Parken auf dem Gehweg, solange für Fußgänger noch 1,20 Meter Platz bleibt – noch. Denn laut Straßenverkehrsordnung (StVO) ist Gehwegparken generell verboten.

Ganz soweit will die Stadtverwaltung aber nicht gehen. „Unter gewissen Umständen kann es erlaubt werden“, sagte Bürgermeister Michael Obert bei einem Pressetermin am vergangenen Montag.

In drei sehr unterschiedlichen Modellstadtteilen, Südstadt, Knielingen und die Nordweststadt, untersuchte die Stadt die Situation. Der aufgestellte Maßnahmenkatalog, der exemplarisch zeigt, wo Gehwegparken möglich sein könnte, geht an die Bürgervereine, mit denen die Verwaltung eng zusammenarbeitet, wie Obert betonte. So sollen im Sommer bei Ortsbegehungen erörtert werden, welche Maßnahmen umsetzbar sind. „Wünschenswert wäre eine Breite von 2.40 Meter. Aber das ist kaum einzuhalten. Wegen der Barrierefreiheit darf es aber auf gar keinen Fall weniger als 1,60 Meter sein“, erklärte Obert. Ausnahmen seien anbaufreie Gehwege, wenn eine Alternative besteht und Gehwege, die generell zu schmal sind. „Außerdem brauchen wir eine Straßenbreite von 3,10 Meter“, warf Günter Cranz, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, ein.
„Unser Ziel ist es, dass jeder Autofahrer erkennt, wo er auf dem Gehweg parken darf und wo nicht“, unterstrich Ulrich Wagner, Verkehrsplaner beim Stadtplanungsamt: Dies soll vor allem mit aufgezeichneten Linien geschehen.

„Obwohl die Leute Platz haben, sind die Parkhäuser oder die privaten Garagen oft leer und die Autos stehen ohne Not auf den Gehwegen“, warf der Bürgermeister ein. Zu der Sorge, dass Parkplätze wegfallen würden, sagte Obert: „Ein illegaler Parkplatz fällt nicht weg.“

Zum Thema ist am 20. April eine Infoveranstaltung der Bürgervereine im K-Punkt geplant. -jäm-

 
 

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