Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. April 2016

Wissenschaft: KIT an drei Kopernikus-Projekten beteiligt

Künftige Energienetze erforschen / Bundesregierung fördert ENSURE mit 30 Millionen Euro / KIT ist Konsortialführer

Die Bundesregierung fördert vier sogenannte Kopernikus-Projekte für die Energiewende. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist an dreien beteiligt. Bei „ENSURE – Neue Energienetzstrukturen für die Energiewende“ sogar als Konsortialführer. Das Budget für die ersten drei Jahre beträgt über 43 Millionen Euro.

Was ist eine unter technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekten sinnvolle Energienetzstruktur und welche Anteile aus zentraler und dezentraler Versorgung beinhaltet sie? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Projekts ENSURE, das der Bund zunächst mit 30 Millionen Euro fördert. Zusammen mit den Kernpartnern RWTH Aachen, dem Energieversorger E.ON, dem Netzbetreiber TenneT TSO, den Technologiekonzernen Siemens und ABB sowie 15 weiteren Partnern will das KIT zeigen, „dass Deutschland gleichzeitig Energie aus fluktuierenden erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind in das Netz dezentral integrieren und eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung gewährleisten kann.“ Dies machte KIT-Präsident und ENSURE-Sprecher Holger Hanselka vorige Woche deutlich, als die Kopernikus-Projekte in Berlin vorgestellt wurden. Wie das KIT mitteilt, soll ENSURE in drei Phasen bis 2025 umgesetzt werden. Dazu zählt auch der Bau eines Großdemonstrators, der zeigen soll, wie die zukünftige energetische Versorgung eines urbanen Systems mit dem Umland aussehen kann.

Beim Kopernikus-Projekt „Systemintegration und Vernetzung der Energieversorgung“, bei dem das KIT im antragstellenden Direktorium vertreten ist, richtet sich der Blick auf den gesamtgesellschaftlichen Transformationsprozess. Es soll unter anderem ein besseres und tieferes Verständnis des komplex vernetzten „Systems von Systemen“ erreicht werden. Das Kopernikus-Projekt „P2X: Erforschung, Validierung und Implementierung von Power-to-X-Prozessen“ schließlich will neue Prozesstechnologien zur Herstellung von Kraftstoffen, synthetischem Erdgas und Chemikalien aus alternativer Energie erforschen. -red-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe