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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. April 2016

Zoologischer Stadtgarten: Klimaneutral als Vision

STROMERZEUGUNG: Am Dienstag wurden 18.240 Watt erzeugt - Claus Schönfeld vom Zoo zeigt auf eine Zoo-Photovoltaikanlage. Foto: Fränkle

STROMERZEUGUNG: Am Dienstag wurden 18.240 Watt erzeugt - Claus Schönfeld vom Zoo zeigt auf eine Zoo-Photovoltaikanlage. Foto: Fränkle

 

Erstes Maßnahmenpaket ist weitgehend umgesetzt

2014 ist der Zoo angetreten, die Energie- und Kohlendioxid-Emissionen um 20 Prozent im Vergleich zum vorherigen Verbrauch zu senken – und biegt nach rund zwei Jahren in die Zielgerade ein. Allein die drei Photovoltaikanlagen erzeugen jährlich rund 70.000 Kilowattstunden Strom.

„Und damit rund 13 Prozent des Strombedarfs“, informiert Claus Schönfeld, im Zoo für Bau und Technik zuständig. Hinzu kommen neue Heizpumpen und LED-Technik. „Unterm Strich dürften wir in diesem Jahr die 20-Prozent-Marke erreichen“, ist sich Schönfeld mit Monika Wilkens einig, Projektleiterin beim Kooperationspartner Karlsruher Energie- und Klimaschutz Agentur (KEK). Zu Beginn des Projekts „grüner Zoo“ lag der Stromverbrauch bei 616 Megawattstunden pro Jahr (MWh/a), der Wärmebedarf bei 1.700 MWh/a, die Energiekosten bei rund 250.000 Euro - Tendenz steigend.

350.000 Euro aus dem Karlsruher Klimaschutzfond standen für das erste Maßnahmenpaket bereit – um rund 85 Tonnen Kohlendioxid sollten damit Umwelt und Klima pro Jahr entlastet werden. „Uns ist klar, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben,“, so Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt, „unsere Vision ist, zu einem klimaneutralen Zoo zu werden.“ Das soll bis 2050 erreicht sein - am besten vorher. Daher ist der Zoo dabei, erste Projekte aus dem zweiten „Energieeinspar-Paket“ umzusetzen – und hat bereits ein drittes Maßnahmenpaket geschnürt.

Da durch Technik alleine vollständige Klimaneutralität nicht erreicht werden kann, ist ein wichtiger Baustein ein Waldklimaprojekt, an dem Zoo und KEK in Ecuador beteiligt sind. Das Wiederaufforstungsprojekt passe sehr gut zum Zoo, findet Reinschmidt: Es komme der CO2-Bilanz des Zoos zugute und sei als Projekt zur Wiederherstellung der Biodiversität ein ideales Artenschutzprojekt den Zoo.“ -rie-

 
 

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