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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. April 2016

Blutspender: Ohne sie geht nichts

BLUTSPENDEREHRUNG im Gästenhaus Solms. Gekommen waren 14 Spenderinnen und Spender aus der Kernstadt.  Foto: Fränkle

BLUTSPENDEREHRUNG im Gästenhaus Solms. Gekommen waren 14 Spenderinnen und Spender aus der Kernstadt. Foto: Fränkle

 

Insgesamt 62 Menschen spendeten in Karlsruhe vergangenes Jahr zum zehnten, 25, 50 und sogar 75 Mal Blut. Sie wurden dieser Tage in den Ortsverwaltungen der Stadtteilen, in denen sie leben, also Durlach, Grötzingen, Stupferich, Wettersbach, Neureut und Hohenwettersbach geehrt. Für die Kernstadt, in der es 27 Spenderinnen und Spender mit zusammen 525 Blutspenden gab, übernahm diese „schöne Aufgabe“ Bürgermeister Klaus Stapf im Gästehaus Solms.

Da Blut unentbehrlich sei und nicht künstlich hergestellt werden könne, „ist die Gesellschaft darauf angewiesen, dass Blut gespendet wird“, betonte er eindrücklich. Er dankte den Anwesenden für ihren „lebensrettenden Dienst als Ausdruck von Nächstenliebe. Sie alle kennen den Empfänger  nicht und tun das aus Grundsatz“, lobte er. Für viele Menschen sind Blutspenden existentiell. Laut Stapf brauchen die deutschen Kliniken täglich 15 000 Konserven. An erster Stelle für Krebskranke, danach für Herzpatienten, drittens für Magen- und Darmkranke und erst an vierter Stelle für Unfallopfer. Letztere profitierten inzwischen von den besseren Sicherheitssystemen in den Autos. Er begrüße „die Regelmäßigkeit der Spenden“ bekundete der Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums großen Respekt. Gleichzeitig dankte er dem Roten Kreuz (DRK), das den Blutspendedienst  gemeinnützig organisiert und damit für 80 Prozent der Blutversorgung sorgt, seinen Dank.

Die  DRK-Vorsitzende des Ortsverbands Karlsruhe, Susanne Schwarz wies darauf hin, dass zwischen 80 und 100 Prozent der Deutschen mindestens einmal in ihrem Leben eine Blutspende brauchen. Spenden würden aber nur drei Prozent: „Das ist extrem wenig. Die große Masse verlässt sich auf die Spendenbereitschaft dieser kleinen Gruppe. Sie gehören dazu und können stolz sein und wir sind froh darüber“, drückte sie ihre Anerkennung „für diesen humanitären Akt“ aus.  Ein Dreitagesvorrat mache in Baden-Württemberg etwa 9000 Konserven aus und könne in Extremsituationen schnell verbraucht sein. Da sich Blut nicht lange halte, sei das Gesundheitswesen daher auf das regelmäßige Engagement der Spender angewiesen. -cal-

 
 

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