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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 29. April 2016

Stadtentwicklung: Rahmenplan Zukunft Nord präsentiert

ZUKUNFT NORD: Die behutsame Verknüpfung mit dem Naturschutzgebiet „Alter Flugplatz“ ist ein wesentliches Element des Rahmenplans, der jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Foto: Knopf

ZUKUNFT NORD: Die behutsame Verknüpfung mit dem Naturschutzgebiet „Alter Flugplatz“ ist ein wesentliches Element des Rahmenplans, der jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Foto: Knopf

 

Bürgeroffener Prozess / Modellhaftes und zukunftsweisendes Quartier geplant

Auf reges Interesse stieß die Vorstellung des Rahmenplans „Zukunft Nord“ unlängst im NCO-Club. Ende des Jahres 2014 war der Prozess zu dem Areal rund um Erzberger Straße und Alter Flugplatz mit einem Planungsworkshop gestartet.

Idee war es, den städtebaulichen Ideenwettbewerb mit Architektenwettbewerb möglichst transparent und bürgeroffen zu gestalten. Ein Rückfragekolloquium wurde dann auch von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen. Nachdem das Preisgericht sich für den Entwurf der AG Machleidt/Sinai entschieden hatte, nutzten 180 Bürger die Möglichkeit, sich zu äußern, worauf ein zweiter Workshop folgte.

Nachdem Bürgermeister Michael Obert nun im NCO-Club die Bürger begrüßte, gab Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts, einen Überblick über das Projekt. „Dies ist ein gutes Beispiel für die Integration partizipatorischer Elemente in einen Wettbewerb. Intention ist es ein modellhaftes und zukunftsweisendes Quartier mit hoher städtebaulicher Qualität zu schaffen mit behutsamer Verknüpfung des Naturschutzgebiets.“ Speziell der Alte Flugplatz mit seiner charakteristischen Freifläche sei ein „großes Pfund“ auf dem Areal Nord mit seinen 2500 Einwohnern. Städteplaner Benjamin Wille (Machleidt) berichtete über die Planungen. So seien ein Stadtteilplatz und Wohnqualität mit einer sozialen Durchmischung und einer adäquaten Versorgung angedacht. Gerade der Quartiersplatz solle einen deutlichen Mehrwert bringen.

Zum Thema Mobilität: „Wir brauchen Alternativen zu dem vielen Blech, das in den Straßen herumsteht“, so Wille. Mehr Radstellplätze, Leihräder im öffentlichen Raum, Ladestationen für E-Autos, Tiefgaragen oder Carsharing-Stellplätze zählen dazu. Breitere Gehwege, die Verbesserung der Ost-West-Verbindung, eine neue Nord-Süd-Verbindung durch das Quartier und der Erhalt des grünen Charakters („so viele Bäume wie möglich erhalten“) seien weiter intendiert. Lärmschutz beim NCO-Club, dessen Zuschnitt vergrößert wird, war ein weiteres Thema. An den NCO-Club grenzt auch ein künftiger Park mit Bänken und Liegewiesen an.

Für die Option, das Areal von Aircraft Philipp in den Plan aufzunehmen, falls das Unternehmen seinen Standort verlagert, gab es reichlich Applaus. Interessant war für viele Bürgerinnen und Bürger auch, dass ein Weg auf der Ostseite des Alten Flugplatzes künftig entfällt. Dafür gibt es einen Weg quer über das Feld in Richtung der Haltestelle August-Bebel-Straße. -voko-

 
 

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