Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Mai 2016

Automatisiertes Fahren: Karlsruhe bewirbt sich um Testfeld

PARTNER IM KONSORTIUM: Stefan Huber (Bruchsal), Dieter Willersinn (Fraunhofer-IOSB), Dieter Höpfel (Hochschule Karlsruhe), Eric Sax (KIT), J. Marius Zöllner (FZI) und OB Dr. Frank Mentrup. Foto: Fränkle

PARTNER IM KONSORTIUM: Stefan Huber (Bruchsal), Dieter Willersinn (Fraunhofer-IOSB), Dieter Höpfel (Hochschule Karlsruhe), Eric Sax (KIT), J. Marius Zöllner (FZI) und OB Dr. Frank Mentrup. Foto: Fränkle

 

Sechs Partner in Konsortium

Baden-Württemberg soll ein Testfeld zum vernetzten und automatisierten Fahren bekommen und die Region Karlsruhe bewirbt sich darum. Sechs Partner, darunter die Stadt Karlsruhe, haben sich zu einem Konsortium zusammengeschlossen. Die Bewerbung ging vorigen Freitag raus. Noch im Sommer entscheidet das Wirtschaftsministerium, wer zum Zuge kommt und die 2,5 Millionen Euro Fördermittel erhält.

Von Karlsruhe über Bruchsal bis nach Heilbronn und über die A 81 / A 8 wieder zurück in die Fächerstadt. Das sind die Dimensionen, die das Testfeld haben soll. Dazu gehören Straßen im Stadtgebiet Karlsruhe, Parkhäuser sowie Landes- und Bundesstraßen. Auf ihnen sollen Firmen und Forschungseinrichtungen aus dem ganzen Bundesland zukunftsorientierte Technologien und Dienstleistungen rund um das vernetzte und automatisierte Fahren im alltäglichen Straßenverkehr erproben können. Automatisierten ÖPNV wie selbstfahrende Elektro-Mini-Busse, innovative Carsharing-Konzepte oder neue Telekommunikationstechniken.

Ein Konzept für Aufbau und Betrieb haben das FZI Forschungszentrum Informatik (Leitung), das Karlsruher Institut für Technologie, die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, die Städte Karlsruhe und Bruchsal sowie weitere assoziierte Partner entwickelt und hoffen nun auf den Zuschlag durch das Land. „Das wäre eine wunderbare Stärkung unserer Profilregion Mobilität“, verweist Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup auf die vielen kompetenten Partner in der Region. Außerdem wolle sich Mannheim in das Karlsruher Testfeld einbringen, so das Stadtoberhaupt. Mit dem Aufbau begonnen werden könnte noch dieses Jahr, der Testbetrieb würde 2017 starten. Konkurrenz kommt aus Stuttgart und Ludwigsburg sowie Ulm.

Der Gemeinderat Karlsruhe ist bereit, für das Testfeld 190 000 Euro zur Verfügung zu stellen. Für nicht am Testbetrieb beteiligte Verkehrsteilnehmer ergeben sich keine Änderungen und in den Testfahrzeugen sitzt immer ein Sicherheitsfahrer. Im Verkehrsraum erkennbar sind nur Sendeantennen sowie Sensoren, die ausschließlich nicht personenbezogene Daten erheben. „Karlsruhe hat als TechnologieRegion beste Voraussetzungen für ein Testfeld“, so J. Marius Zöllner, FZI-Vorstand und Professor am KIT. Hier sei nicht nur große Kompetenz in der Informations- und Kommunikationstechnik vorhanden, es gebe auch starke Mobilitätsanbieter. So bündeln unter anderem KIT und FZI ihr Know-how im Bereich automatisiertes Fahren im Tech Center a-drive und mit dem Projekt „RegioMOVE“ will die TechnologieRegion zur Modellregion für multimodale Personenmobilität werden. -res-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe