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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Mai 2016

Gemeinderat: Beirat für Menschen mit Behinderungen

BEISPIEL PHILIPPSTRASSE: Auch dem barrierefreien Ausbau von Haltestellen galt besonderes Augenmerk des Behindertenbeirats. Foto: Fränkle

BEISPIEL PHILIPPSTRASSE: Auch dem barrierefreien Ausbau von Haltestellen galt besonderes Augenmerk des Behindertenbeirats. Foto: Fränkle

 

Wichtiger Ideengeber und Partner / Jahresbericht 2015 im Gemeinderat vorgelegt / Personeller Neuanfang und viel Aktivitäten

Reichlich Lob für seine engagierte Arbeit bekam der Beirat für Menschen mit Behinderungen auf der jüngsten Plenarsitzung des Gemeinderats. Das Plenum stimmte denn auch nach kurzer und wertschätzender Aussprache einmütig dem Jahresbericht für 2015 zu, den Bürgermeister Martin Lenz vorlegte.

Von einem „herausragenden und schwierigen Jahr“ sprach Lenz mit Blick auf 2015. Der Sozialdezernent meinte damit vor allem den „doppelten Neuanfang“, der die die Tätigkeit des Gremiums geprägt hatte. Mit Peter Stopp und Andreas Baeske mussten die beiden Nachfolger der langjährigen Vorsitzenden Stefanie Ritzmann aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt nach kurzer Zeit wieder aufgeben. Mit Margit Schönfeld als Vorsitzender, Rosemarie Zelch und Susanne Viehbacher als Stellvertreterinnen wählte die Interessenvertretung für insgesamt 27.231 Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige im Mai 2015 ihren bereits dritten Vorstand seit Dezember 2013.„Trotz des Personalwechsels hat der Beirat fantastische Arbeit geleistet“, betonte Lenz. Und hatte auch gleichzeitig den Blick in die Zukunft gerichtet.

Denn in Bälde schlage die Stadt mit der Einrichtung eines unabhängigen Behindertenbeauftragten, so Lenz, „ein gemeinsames Kapitel mit dem Land auf.“
Neben der Konsolidierung hatte der Beirat im vergangenen Jahr besonderes Augenmerk auf den barrierefreien Ausbau weiterer Haltestellen des ÖPNV im Stadtgebiet, den Karlsruher Inklusionspreis, den Beförderungsdienst, das Handlungsfeld Wohnen und viele weitere Themen. So habe es der Beirat geschafft, „die barrierefreie Datenbank in Bewegung zu setzen, den Stadtplan für Menschen mit Behinderung oder die Einführung der Leichten Sprache anzugehen“, nannte CDU-Stadträtin Karin Wiedemann einige wesentliche der „vielfältigen Aufgabenbereiche“. Und Stadtrat Dr. Raphael Fechler (SPD) dankte „dem lebendigen Beirat, der uns weiter für seine Themen sensibilisieren wird“. Auch für GRÜNE-Stadtrat Michael Borner war klar: „Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte der Gesellschaft“. Und auf dem Weg zu diesem Ziel sei der Beirat „ein wichtiger Ideengeber und Partner“.

Die unverzichtbare Arbeit des Beirats unterstrichen auch die Stadträte Uwe Lancier (KULT), Karl-Heinz Jooß (FDP) und Dr. Paul Schmidt (AfD). Und Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) hob dabei die für die Tätigkeit notwendige „Geduld und Hartnäckigkeit“ hervor. -trö-

 
 

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