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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Mai 2016

Gemeinderat: Energische Debatte um Verkehrssicherheit

Foto: Fränkle

Foto: Fränkle

 

Die Stadt entwickelt ihr Verkehrssicherheitskonzept für alle Verkehrsteilnehmer mit Fokus auf schwächere weiter. Zugleich erklärte die Verwaltung zum GRÜNE-Antrag für „Kindersicherheit im Verkehr“ (dazu unser Bild): „Alle Verantwortlichen (Schulen, Eltern, Polizei, Verwaltung, Verkehrsteilnehmer) haben ihren Beitrag zu leisten.“

So sprach sich Karl-Heinz Jooß (FDP) für Selbstverantwortung zur Verkehrserziehung aus: „Nur mit Regulierung geht es nicht.“ Wegen des Anstiegs verunglückter und verletzter Kinder forderte Johannes Honné (GRÜNE), Tempo 30 „möglichst flächendeckend“ einzuführen. Das Land erleichtere die Einrichtung. Auch die Durchsetzung, „zum Beispiel mehr stationäre Blitzer“, sei zu verschärfen, das Wohnumfeld gefährlicher als der Schulweg.

„Ein zusätzlicher Aktionsplan stellt keinen Mehrwert dar“, sah Yvette Melchien (SPD). Jan Döring (CDU) erinnerte an die wenn auch erschreckende, so doch niedrige Gesamtzahl ohne lokale Auffälligkeiten. Die Hälfte der Toten seien Radfahrer: „Vielleicht liegt es an einer zweifelhaften Radverkehrspolitik?“ Die Frage erregte Protest im Plenum wie die Annahme Erik Wohlfeils (KULT), der den Antrag gut hieß: „Wenn wir alle Rad führen, gäbe es keine Toten mehr.“ Nach Rumoren korrigierte er auf „wenige“. OB Dr. Frank Mentrup riet Allen, Erkenntnisse zur Begründung der Opferzahlen abzuwarten. Tempo-30-Vorgaben würden genau unter die Lupe genommen. -mab-

 
 

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