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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Mai 2016

Girls' & Boys' Day: Wider den Klischees

 

Girls' Day soll Mädchen „Männerberufe” zeigen

Noch immer gibt es Berufe, die als typisch männlich oder typisch weiblich gelten. Dem entgegenwirken, wollen seit 2001 der Girls' Day und seit 2011 der Boys' Day. Diese sollen Mädchen und Jungs auf vermeintlich geschlechtsuntypische Berufe aufmerksam machen.

Bei der Stadt konnten sich Mädchen beim diesjährigen Girls' Day beim Amt für Abfallwirtschaft (AfA) mit Motoren beschäftigen, sich als Forstwirtin beim Karlsruher Forst versuchen oder beim Gartenbauamt als Garten- und Landschaftsbauerin dafür sorgen, dass alles wächst und gedeiht.

Den größten Zulauf hatte das Gartenbauamt. 19 Mädchen wollten sich an den Pflanzen probieren. Obwohl man meinen könnte, dass der Umgang mit Blumen und Pflanzen durchaus Mädchen anzieht, ist der gesamte Berufszweig männlich dominiert. „Etwa 80 Prozent der Beschäftigten sind Männer“, erklärte Andreas Ehmer, der stellvertretende Bezirksleiter. „Bei uns ist das aber anders“, betonte er. „Von unseren 24 Azubis sind 12 weiblich und 12 männlich“.

Die Teilnehmerinnen mögen es anscheinend auch sehr. Wie die 13-jährige Yasmin El-Awdan. „Ich war vor zwei Jahren schon mal hier und es hat mir richtig gut gefallen“. Ob das ihre berufliche Zukunft wird, weiß sie aber noch nicht.

Ebenfalls Spaß hatten die Mädchen beim AfA, bei dem sich alles um Motoren drehte. Sie hörten dem Kfz-Mechatroniker Tobias Heyl interessiert zu, als er erklärte, wie sich Diesel- und Benzinmotoren unterscheiden. Das Highlight war der Radwechsel. Viktoria Wagner, 12, erzählte, dass der Radwechsel ein Hauptpunkt dafür war, dass sie den Girls' Day hier verbrachte.

Der Forst konnte damit Punkten, dass die Teilnehmerinnen den Tag an der frischen Luft verbringen und sogar Roteichen pflanzen durften, was besonders gut ankam. -jäm-

 
 

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