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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Mai 2016

Kultur: Was tut sich im Verborgenen?

SEHEN UND STAUNEN: Für den fünften Tag der offenen Türen haben sich die Nutzerinnen und Nutzer des Alten Schlachthofs für neugierige und auch hungrige Gäste einiges einfallen lassen. Foto: pr

SEHEN UND STAUNEN: Für den fünften Tag der offenen Türen haben sich die Nutzerinnen und Nutzer des Alten Schlachthofs für neugierige und auch hungrige Gäste einiges einfallen lassen. Foto: pr

 

Tag der offenen Türen am 8. Mai auf dem Alten Schlachthof / Kunstprojekt in Zelten

Ausgeschlachtet hat es sich schon lange auf dem ehemaligen Schlachthof im Karlsruher Osten, der sich seit 2006 in ein Areal der Kultur- und Kreativwirtschaft wandelt. Was sich dort tut und wer in den alten Gemäuern, in schicken Büros oder in Containern arbeitet, kann man beim Tag der offenen Türen am Sonntag, 8. Mai, von 11 bis 18 Uhr herausfinden.

Die fünfte Ausgabe von „ausgeschlachtet“, der alle zwei Jahre stattfindenden kleinen Schwester von „Schwein gehabt“, richtet die Scheinwerfer bei freiem Eintritt auf die Vielfalt an Ateliers und Betrieben. Sie stehen nicht wie Tollhaus, Substage oder Alte Hackerei im Licht der Öffentlichkeit, wirken eher im Verborgenen. Die Entdeckungsreise lohnt sich. Auf dem Areal werden Filme produziert, Bücher illustriert, Möbel designt, Netzstrategien entwickelt, nach Maß geschneidert, Ausstellungen konzipiert oder Klaviere restauriert. In der Fleischmarkthalle stellen an diesem Tag Künstler aus. Ein ausführliches Programmheft als Visitenkarte der Beteiligten leitet an, Rundgänge über das Gelände gibt es um 11 und um 15 Uhr (Treffpunkt Pförtnerhäuschen).

Zu den Attraktionen von „ausgeschlachtet“, das der gleichnamige Verein organisiert, zählt das grenzüberschreitende Kunstprojekt „Kulturzelte“. Zehn französische und zehn Karlsruher Künstlerinnen und Künstler präsentieren bei ihrem Gastspiel ausgewählte Arbeiten zum Thema „Wanderungen“ in selbst mitgebrachten Zelten. Die mobilen Bauwerke symbolisieren die Freiheit des Nomadenlebens wie auch das Drama der Migration. Die Stadt Karlsruhe unterstützt die Kooperation mit dem Straßburger Verein L´ Ososphère und setzt laut Mathias Reich vom Kulturbüro auf nachhaltige Entwicklung: „Wir haben einen Stein ins Wasser geworfen und hoffen, dass er Kreise zieht.“ Infos: www.ausgeschlachtet-karlsruhe.de. -maf-

 
 

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