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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Mai 2016

Public Viewing: Gastronomen brauchen Genehmigung

Ordnungsamt: Keine generelle Erlaubnis für TV-Liveübertragungen im Freien

Die Fußballfans hoffen auf ein neues Sommermärchen, wenn Jogis Jungs als amtierende Weltmeister vom 10. Juni bis 10. Juli bei der EM in Frankreich um den nächsten Titel kämpfen. In vielen Gaststätten und Biergärten sollen auch in diesem Jahr EM-Spiele auf Leinwänden und Fernsehgeräten übertragen werden. Für die Wirte gibt es dabei einiges zu beachten.

„Übertragungen von EM-Spielen im Bereich von gastronomischen Sitzterrassen sind genehmigungspflichtig und dies unabhängig davon, ob sich diese Sitzterrassen auf öffentlicher oder privater Fläche befinden“, macht Dr. Björn Weiße, der Leiter des städtischen Ordnungs- und Bürgeramts, deutlich. Damit der Lärm von feiernden Fußballfans nicht zu Problemen mit der angrenzenden Nachbarschaft führt, hat das Ordnungsamt bereits zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien Richtlinien ausgearbeitet, die auch 2016 wieder gelten und für ein geregeltes und möglichst konfliktfreies Miteinander sorgen sollen. Dazu gehört, dass es keine generelle Erlaubnis für Live-Übertragungen im Freien gibt.

Gastronomen, die ein entsprechendes Angebot planen, müssen eine Genehmigung beantragen. Die formlosen Anträge sind beim Ordnungs- und Bürgeramt, Kaiserallee 8, 76124 Karlsruhe, Fax: 0721/133-3290 oder per E-Mail an gaststaetten@oa.karlsruhe.de zu stellen. Auskünfte gibt es unter Telefon 0721/133-3244 oder -3245. „Alle wichtigen Angaben, welche Spiele übertragen und wie viele Fernsehgeräte, Beamer und Leinwände aufgestellt werden, sollten genannt sein, um Rückfragen zu vermeiden und eine schnelle Antragsbearbeitung zu ermöglichen," weißt Weiße darauf hin, dass jeweils eine Einzelfallprüfung durchgeführt wird. Dabei gelte es, einen Kompromiss zu finden, zwischen dem Wunsch der Nachbarn nach einer möglichst ungestörten Nachtruhe und dem Wunsch der Fans, die Fußballspiele mit Gleichgesinnten erleben zu können.

Finalspiele, die um 21 Uhr beginnen und die eventuell in die Verlängerung gehen, dürfen bis zum endgültigen Abpfiff im Freien angesehen werden, auch über das eigentliche Ende der Sperrzeit hinaus. "Mit diesen Rahmenbedingungen und einem gewissen Maß gegenseitiger Rücksichtnahme und Verständnis füreinander", geht Weiße davon aus, dass "die Fußball-EM auch in ein Karlsruhe ein tolles Erlebnis wird". –red/fis-

 
 

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