Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 6. Mai 2016

Umwelt: Deponiegas besser nutzen

Ausschuss berät auch über Umweltpädagogik und anderes

Für die Verwertung des Deponiegases aus der stillgelegten Mülldeponie Ost soll in Zukunft eine effiziente Schwachgasverwertungsanlage genutzt werden, um eine ökologische und wirtschaftliche Wärmeversorgung für die Wohngebiete „50 Morgen“ und „Im Rehbuckel“ sicher zu stellen.

Diese neue Technologie hätte den Vorteil, dass sie auch rückläufige Gasmengen erfasst. Dazu nimmt das Amt für Abfallwirtschaft (AfA) zunächst an der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums teil. Sollte mindestens die Hälfte der schädlichen Emissionen von Treibhausgasen reduziert werden, könnte eine Förderung der Anlage bis zu 50 Prozent (Förderobergrenze 450.000 Euro) möglich sein. Das hat der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit unter der Leitung von Bürgermeister Klaus Stapf jüngst zur Kenntnis genommen.

Rund 97 Prozent der Restmüllbehälter sind mittlerweile mit Transponderchips zur elektronischen Erfassung ausgestattet. Die restlichen 1.300 Mülltonnen sollen diese Chips bis zum Ende des Jahres erhalten, berichtete das Amt für Abfallwirtschaft (AfA). Die Papiertonne wirkt sich bereits in 2015 positiv auf die Gebührenstabilität aus, verglichen mit 2014 werden die Gebühren um etwa 500.000 Euro entlastet. Allerdings befindet sich nach wie vor eine große Menge an Papier in der Wertstofftonne, so dass die Sortierkosten zu hoch sind - wenn sie auch im Vergleich zu 2014 bereits abgesenkt werden konnten. Ziel des AfA ist es daher, die Papiermengen in der Wertstofftonne weiter zu reduzieren. Dazu will es seine Öffentlichkeitsarbeit intensivieren.

Thema war auch der Bericht des Umwelt- und Arbeitsschutzes über die Berücksichtigung nachhaltiger und sozialer Kriterien bei der Beschaffungspraxis der Stadt Karlsruhe mit erfreulich guter Tendenz. Mit einem Rückblick auf 2015 und Ausblick auf 2016 berichtete der Umwelt- und Arbeitsschutz über die Aktivitäten zur Umweltpädagogik. Neben den Umweltaktionen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit steht die Umwelt- und Naturpädagogik als zentrales Angebot für Schulen im Mittelpunkt. Schwerpunkte 2016 sind neben vielem anderem ein Nachhaltigkeitswettbewerb und der erste Deutsch-türkische Umwelttag im Oktober.

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe