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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 8. Januar 2016

Schulen: Ergänzende Betreuung als bewährtes Erfolgsmodell

SEIT 25 JAHREN bietet die Südendschule zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergänzende Betreuung. Foto: Fränkle

SEIT 25 JAHREN bietet die Südendschule zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf ergänzende Betreuung. Foto: Fränkle

 

Qualifiziert, bedarfsgerecht und flexibel sind zurzeit etwa 2.500 Kinder vor und nach Unterricht gut aufgehoben

Mit dem gesellschaftlichen Wandel hin zur annähernden Vollbeschäftigung beider Geschlechter und Erziehungsberechtigter boomt der Ganztagsbetrieb an Schulen und Kindergärten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf in jüngerer Vergangenheit. Im Rückblick auf bereits 25 Jahre ist die ergänzende Betreuung an Karlsruher Grundschulen als Erfolgsmodell zu betrachten, das sich stetig weiterentwickelt.

Zurzeit nutzen Eltern für rund 2.500 Kinder an 39 Grundschulen in insgesamt 110 Gruppen die attraktiven Angebote der ergänzenden Betreuung: von 7.30 bis 13 oder 14 Uhr, fünf Tage die Woche.

Interessierte können ihre Kinder bei den Sekretariaten der Grundschulen, beim Schul- und Sportamt sowie bei den Ortsverwaltungen anmelden. Ausführliche lnformationen und Antragsformulare hält der städtische Internetauftritt über www.karlsruhe.de/schulen bereit.

Die Südendschule war 1990/91 die erste Grundschule der Fächerstadt, die eine Gruppe mit Kernzeitbetreuung eröffnete, wie das Modell der Einstiegsjahre genannt wurde. Zum Schuljahr 2000/2001 entschied das Kultusministerium die Einführung der verlässlichen Grundschule als Antwort auf durch veränderte Familienstrukturen gegebene Kindheitsbedingungen. Der Karlsruher Gemeinderat beschloss im Juni 2000 die Umsetzung der ergänzenden Betreuung und sprach sich für den Ausbau des Betreuungsanqebots aus. Neben der von den Schulen garantierten verlässlichen Unterrichtszeit von der zweiten bis zur fünften Schulstunde wurde eine bedarfsorientierte erweiterte Betreuung notwendig, da sich die Landesregierung für ein additives Modell entschieden hatte: Dieses basiert bis heute auf einer klaren Trennung von verpflichtendem Unterrichtsblock und freiwilligem Angebot der ergänzenden Betreuung. Das Modell der Kernzeitbetreuung wurde damit abgelöst.

Vor und nach dem Unterricht können die Kinder an allen Schultagen in Gruppen pädagogisch qualifiziert, bedarfsgerecht und flexibel betreut werden. Zeitliche, personelle und pädagogische Verlässlichkeit verschafft den Eltern Planungssicherheit und den kleinen ABC-Schützen Vertrautheit. „In den Betreuungsgruppen können sie entspannt die Gemeinschaft kreativ und pädagogisch wertvoll gestalten“, berichtet Erzieherin Ursula Alter, die seit den Anfangsjahren zum Südend-Team zählt, und betont: „Die Betreuungsgruppen sind geprägt durch ein lebendiges Miteinander, bei dem sich positives Sozialverhalten entfalten kann.“

Die Gruppen sind nach Alter und Geschlecht durchmischt und bieten damit mehr Begegnungschancen als der Klassenverbund. Die Jungen und Mädchen haben auch die Möglichkeit zu freiem Spiel. Kleingruppen- und Neigungsangebote dienen der Interessenfindung. In den Betreuungsgruppen wird gemalt, gebastelt, gebaut und gespielt. Musik und die Chance zu Gesprächen, zum Austausch über Themen, die die Kinder bewegen, runden das Programm ab. -mab-

 
 

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